eStorage-Projekt identifiziert gewaltiges Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke in Europa

2003

In den EU-15-Ländern sowie Norwegen und der Schweiz besteht ein gewaltiges Potenzial an möglichen Standorten für Pumpspeicherkraftwerke. Ein Ausbau dieser Standorte, die bereits über vorhandene Speicherbecken verfügen, würde mit einer Stromproduktion von 2.291 GWh zur Energiewende in Europa beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt das eStorage-Projekt, ein von der Europäischen Kommission finanziertes Forschungs-Konsortium, in einem aktuellen Projektbericht. Der Kapazitätsumfang von 2.291 GWh liegt sieben Mal höher als die derzeitige Kapazität der Pumpspeicherkraftwerke in Europa, und würde ausreichen, Malta ein ganzes Jahr mit Strom zu versorgen. Das größte Potenzial liegt dem Bericht zufolge im Süden Norwegens mit einem Umfang von 1.242 GWh, was rund 54 Prozent des Gesamtpotenzials des Studiengebiets entspreche. Auch die Alpen verfügen mit 303 GWh über ein hohes Potenzial und decken damit 13 Prozent des Gesamtpotenzials ab. Dabei liegen die Potenziale vor allem in Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz, auf die deutschen Alpen entfalle hingegen nur ein Potenzial von neun GWh. Die Pyrenäen in Frankreich und Spanien verfügen zudem über ein mögliches Potenzial von 118 GWh oder fünf Prozent der realisierbaren Gesamtkapazität des Studiengebiets, heißt es in dem Bericht weiter. Der Konsortiumspartner DNV GL, eine internationale Klassifikationsgesellschaft mit Sitz in Oslo, führte die Studie mit Unterstützung der eStorage-Mitglieder durch und konzentrierte sich ausschließlich auf bereits vorhandene Gewässerpaare, um den Kostenvorteil zu nutzen, der dadurch entsteht, solche Gewässer zu verbinden, anstatt neue Speicherbecken zu bauen. .

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