Erzeugerpreise: Energie 3,7 Prozent teurer als vor einem Jahr

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Strommast
Quelle: EUWID

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte haben im Februar 1,9 Prozent über ihrem Niveau im Februar 2020 gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen sie gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent (Januar 2021: +1,4 Prozent gegenüber Dezember 2020).

Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise gegenüber Februar 2020 war die Preisentwicklung bei Vorleistungsgütern: Sie waren 3,8 Prozent teurer als im Februar 2020. Dies war der höchste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2017 (+4,0 Prozent). Gegenüber Januar 2021 stiegen diese Preise um 1,1 Prozent.

Aber auch Energiepreise haben spürbar angezogen, sie waren im Februar 2021 im Durchschnitt 3,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber Januar 2021 stiegen die Energiepreise um 1,3 Prozent. Die Veränderungsrate gegenüber Februar 2020 wird hauptsächlich durch den Anstieg der Strompreise (+6,8 Prozent) beeinflusst, darüber hinaus auch durch die seit Januar 2021 teilweise zusätzlich anfallende nationale CO2-Bepreisung auf das Inverkehrbringen CO2-verursachender Brennstoffe. So stiegen die Preise für Erdgas bei einer Jahresabgabe von 116.300 MWh an die Industrie ohne die CO2-Bepreisung um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, mit CO2-Bepreisung stiegen sie um 16,1 Prozent.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 1,4 Prozent höher als im Februar 2020.

Graphik: Destatis

Bei den Vorleistungsprodukten waren die Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr bei Sekundärrohstoffen (+46,6 Prozent) besonders stark, aber auch bei Futtermitteln für Nutztiere (+13,8 Prozent). Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 11,0 Prozent mehr, die Preise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren 10,6 Prozent höher.

Hauptgründe für die anziehenden Stahlpreise dürften die steigende Nachfrage im In- und Ausland, Probleme in der Versorgung mit Rohstoffen und kräftige Preissteigerungen bei Eisenerz sein, heißt es bei Destatis. Im Durchschnitt waren Metalle 7,9 Prozent teurer als im Februar 2020, allein gegenüber dem Vormonat Januar 2021 stiegen diese Preise um 2,4 Prozent. Weniger als im Vorjahresmonat kosteten dagegen unter anderem elektronische Bauelemente (-7,9 Prozent) sowie Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-3,5 Prozent).

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