Erste gemeinsame Ausschreibung für Photovoltaikanlagen in Deutschland und Dänemark gestartet

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Die Bundesnetzagentur hat heute die erste geöffnete Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Kooperation mit Dänemark bekannt gegeben. Hiermit können sich erstmalig neben Photovoltaikanlagen in Deutschland auch Photovoltaikanlagen in Dänemark an einer deutschen Ausschreibung beteiligen.

„Mit dieser europaweit ersten grenzüberschreitenden Ausschreibung senden wir ein wichtiges Signal und machen deutlich, dass Deutschland bereit ist, bei der Förderung der erneuerbaren Energien eng mit seinen europäischen Nachbarn zu kooperieren“, betonte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Man wolle die im Verfahren mit Dänemark gewonnenen Erkenntnisse umfassend auswerten und diese für weitere Kooperationen mit anderen europäischen Partnerländern nutzen. Grundlage für die geöffnete Ausschreibung bilden die im Juli dieses Jahres unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen Deutschland und Dänemark über die gegenseitige Öffnung von Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und die Grenzüberschreitende-Erneuerbare-Energien-Verordnung (EUWID 30/2016). Dänemark plant, noch in diesem Jahr ebenfalls eine Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen, an der sich auch Standorte in Deutschland beteiligen dürfen. Im Rahmen der jetzt bekannt gegebenen geöffneten Ausschreibung können Gebote für Photovoltaikanlagen mit Standort in Dänemark oder Deutschland abgegeben werden. Entscheidend für die Zuschlagserteilung ist die Gebotshöhe, unabhängig vom Standort der Anlagen. Die Zahlungen an die Anlagen richten sich in Dänemark und in Deutschland grundsätzlich nach dem deutschen Erneuerbaren-Energien-Gesetz, der Grenzüberschreitende-Erneuerbare-Energien-Verordnung und den Festlegungen in der Kooperationsvereinbarung.

Höchstgebot bei länderübergreifender Ausschreibung bei 11,09 ct/kWh

Investoren können ihre Gebote für die Ausschreibung bis zum 23. November 2016 bei der Bundesnetzagentur abgeben. Geboten wird auf den Vergütungswert pro Kilowattstunde (anzulegender Wert) für eine Anlage. Für diesen Gebotstermin beträgt die maximale Anlagengröße 10 MW, das Höchstgebot 11,09 Cent pro Kilowattstunde und das Ausschreibungsvolumen 50 MW. Die Bundesnetzagentur hat auch für diese Ausschreibung eigene Formularvorgaben entwickelt. Die Ausschreibung tritt ergänzend neben die reguläre nächste nationale Ausschreibungsrunde, für die bis zum 1. Dezember 2016 Gebote für Photovoltaikanlagen in Deutschland abgegeben werden können. „Die beiden Ausschreibungen laufen daher teilweise parallel“, so die BNetzA. Bieter können bei beiden Ausschreibungen Gebote abgeben. Sofern sie bereits bei der geöffneten Ausschreibung am 23. November 2016 einen Zuschlag erhalten, können sie bereits abgegebene Gebote noch rechtzeitig für die nationale Dezember-Ausschreibung zurücknehmen oder erst ihre Gebote für diese Ausschreibung abgeben, nachdem die Ergebnisse der geöffneten Ausschreibung feststehen. „Die Möglichkeit, an beiden Ausschreibungen teilzunehmen, erhöht den Wettbewerb bei beiden Ausschreibungen.“

Auktionsmechanismus berücksichtigt Einheitspreisverfahren

Während in den nationalen Ausschreibungsrunden die Preise derzeit im "pay-as-bid"-Verfahren ermittelt werden, also jeder erfolgreiche Bieter einen Zuschlag zu dem von ihm angebotenen Wert bekommt, gilt bei dieser Ausschreibung das Einheitspreisverfahren (uniform pricing). Hierbei wird der Gebotswert des letzten bezuschlagten Gebots der Zuschlagswert aller anderen erfolgreichen Gebote. Dieser Preismechanismus wurde im vergangenen Jahr auch bei den nationalen Ausschreibungen getestet. Die Ausschreibung ist unter http://www.bundesnetzagentur.de/pv-ausschreibung-dk veröffentlicht. Dort befindet sich auch eine englische Übersetzung. Fragen zu den Ausschreibungsverfahren sind an ee-ausschreibungenbnetza.de zu richten. .

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