Erste Ausschreibungsrunde für zweites Solarsegment im Juni 2021

Solarpark (Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Hofkirchen-Edlham in Niederbayern im Landkreis Passau.
Symbolbild Photovoltaik-Freiflächenanlage (Nachweis: Eberhard - stock.adobe.com)

Im Juni steht eine weitere Runde an EEG-Ausschreibungen an. Erstmals dabei sind Ausschreibungen für das Segment „Solar Aufdach“, an dem sich Anlagen ab 301 kWp Leistung beteiligen können. Aber auch die klassischen Freiflächen-PV-Ausschreibungen stehen vor der nächsten Ausschreibungsrunde. Zudem bringt der 1. Juni die erste Ausschreibungsrunde im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im laufenden Jahr.

Das Volumen für die Solar-Aufdach-Ausschreibungsrunde beläuft sich auf 150 MW. Die Zuschlagswerte werden im Gebotspreisverfahren („pay as bid“) ermittelt. Entscheidend für die Ermittlung des Zuschlagswerts ist dabei der Gebotswert des abgegebenen Gebots. Als Höchstwert sind 9,0 ct/kWh angesetzt. An den Ausschreibungen für Solaranlagen des 2. Segments können sich auch Anlagen beteiligen, die eine installierte Leistung von 301 bis 750 kWp haben, bislang waren Anlagen unterhalb von 750 kWp von den Ausschreibungen ausgenommen.

Im 1. Segment der klassischen Freiflächenanlagen (inklusive Solaranlagen auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind) liegt der Höchstwert der Ausschreibungen bei 5,9 ct/kWh. Hier werden zum Termin 1. Juni insgesamt 510,4 MW ausgeschrieben. In fünf Bundesländern gibt es Öffnungsklauseln für Gebote auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten. Neben Baden-Württemberg und Bayern gibt es entsprechende Kontingente auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auch im Saarland ist das entsprechende Kontingent nun wieder aufgefüllt.

25,9 MW Ausschreibungsvolumen im Bereich innovativer KWK-Systeme

Die Ausschreibungen für Anlagen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung sind ebenfalls auf zwei Segmente aufgeteilt. Ein Ausschreibungsvolumen von 58,5 MW wird zum 1. Juni im Bereich der klassischen KWK-Anlagen vorgehalten. Der Höchstwert liegt bei 7,0 ct/kWh, die Sicherheit liegt bei 70 € pro gebotenem Kilowatt KWK-Leistung. Bei einer 2-MW-Anlage sind dies 140.000 €.

Für innovative KWK-Systeme steht ein Ausschreibungsvolumen von 25,9 MW zur Verfügung. Auch hier beträgt die Sicherheit, die für jedes Gebot zu stellen ist, 70 €. Der Höchstwert für innovative KWK-Systeme beträgt in dieser Rund 12,0 ct/kWh KWK-Strom.

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