Erneuerbaren-Anteil im Netz von 50Hertz bei 35 Prozent

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Im vergangenen Jahr ist der Anteil der erneuerbaren Energien in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz auf 35 Prozent (ca. 35 TWh) des Stromverbrauchs gestiegen. Das geht aus der Geschäftsbilanz 2012 hervor, die das Unternehmen in dieser Woche veröffentlicht hat.

Damit sei in den neuen Bundesländern sowie in Hamburg und Bremen das klimapolitische Ziel der Bundesregierung für 2020, den Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch auf 35 Prozent zu steigern, bereits 2012 erreicht worden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Boris Schucht. Der für den Norden und Osten Deutschlands zuständige Übertragungsnetzbetreiber hat im vergangenen Jahr rund 254 Mio. € in seine Stromnetze investiert. Die Integration der Erneuerbaren nimmt dabei 90 Prozent des Investitionsvolumens ein, heißt es in der aktuellen Bilanz. Die im Vergleich zum Vorjahr um 9 Mio. € leicht angestiegenen Investitionen spiegelten den voranschreitenden Netzausbau zur Integration der erneuerbaren Energien wider, teilte das Unternehmen mit. 144 Mio. € entfielen dabei auf den Ausbau des Onshore-Netzes, 110 Mio. € auf den Offshore-Bereich. Laut Firmenchef Schucht sei das hohe Investitionsniveau ein Zeichen für eine positive Entwicklung der Energiewende im Jahr 2012 im Netzgebiet von 50Hertz. Insgesamt gehe die Netzerweiterung im Verhältnis zum rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien immernoch zu langsam voran, beklagt das Unternehmen. Im vergangenen Jahr habe man Ökostrom-Produzenten an 77 Tagen anweisen müssen, ihre Einspeisung ins Netz zu drosseln, sagte Schucht. Im Jahr zuvor sei das an 45 Tagen notwendig gewesen. Das Unternehmen erklärte, seinen Beitrag zum Netzausbau weiterhin leisten zu wollen. In den nächsten zehn Jahren wolle man jährlich etwa 400 Mio. € in den Ausbau investieren. Dabei gehe es auch um die Anbindung von Offshore-Windparks in der Ostsee. 50Hertz verzeichnete 2012 eine Umsatzsteigerung von rund 1,5 Mrd. € auf knapp 8,6 Mrd. €. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 111 Mio. €. Der um die ergebnisneutralen, durchlaufenden Posten bereinigte Netzumsatz für 2012 beträgt 845 Mio. € im Vergleich zu 759 Mio. in 2011.

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