Vermeintlich hohe Kosten der Förderung von nachhaltigen Energielösungen und regenerativen Energien werden auch heute noch vielfach diskutiert. Mit der Realität hat das aber vergleichsweise wenig zu tun.

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EUWID Neue Energie 50/2017

Richtig ist, dass die aufgelaufenen Bestandskosten aufgrund einstmals hoher Einspeisevergütungen auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Aber ohne nachträgliche Eingriffe in diese Förderversprechen sind diese Summen nicht beeinflussbar. Betrachtet man die Förderzusagen für neue Projekte, zeigt sich ein komplett anderes Bild: Erneuerbare Energien sind nicht teuer – und die KWK ist es auch nicht.

KWK-Ausschreibungen: Durchschnittlicher Zuschlagswert bei 4,05 ct/kWh

Der Titelbericht der jetzt erschienenen Ausgabe 50/2017 von EUWID Neue Energie wirft den Blick auf die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Das Ausschreibungsvolumen wurde mehrfach überzeichnet – und der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 4,05 ct/kWh.

Weiter geht es auch mit den Ausschreibungen in den Bereichen Wind und Solar. In den letzten Ausschreibungsrunden haben sich Projekte mit durchschnittlichen Förderbeträgen von 3,8 ct/kWh (Wind onshore) respektive 4,91 ct/kWh (Photovoltaik) durchgesetzt. Was sich hier 2018 ändert und um welche Volumina es in den ersten Ausschreibungsrunden des kommenden Jahres geht, haben wir in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie zusammengestellt.

Der weitgehende Umstieg von festgelegten Einspeisevergütungen auf Ausschreibungsverfahren bringt eine hohe Veränderungsdynamik, auf die sich die Unternehmen einstellen müssen. Der Veränderungsdruck bei den Akteuren am Energiemarkt ist ohnedies schon erheblich – dafür sorgt bereits der Megatrend der Digitalisierung.

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EUWID NE 50/2017 im Überblick.

Enercity-Chefin Zapreva: “Digitalisierung ist keine Option, sondern ein Muss”

Dass die Digitalisierung auch eine große Chance für die Energiebranche ist, darauf weist enercity-Chefin Susanna Zapreva im EUWID-Interview hin. „Die Digitalisierung ist für uns keine Option, sondern ein Muss“, betont Zapreva. Eine „magische Formel“ für die Digitalisierung gebe es nicht, die Digitalisierung biete den Unternehmen aber vielfältige neue Möglichkeiten, Werte für Kunden zu schaffen. „Der Schlüssel zum Erfolg wird in Zukunft die Fähigkeit zum Wandel sein und die Geschwindigkeit, mit der man diesen Wandel vollzieht“, sagt Zapreva.

(Quelle für Beitragsbild: XtravaganT – stock.adobe.com)

EUWID Neue Energie
EUWID Neue Energie 50/2017 erscheint am 13. Dezember und umfasst 66 Nachrichte, Berichte, Interviews und Analysen auf 36 Seiten. Kernfragen der redaktionellen Arbeit des Teams von EUWID Neue Energie sind:

Wie gelingt der Umbau der traditionellen Energiewirtschaft hin zu einem auf regenerativen Quellen basierenden Energiesystem der Zukunft?
Und wie können die Akteure am Markt den Umbauprozess für sich ökonomisch und gewinnbringend gestalten?

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Auf diese Themen möchten wir Sie in EUWID Neue Energie 50/2017 gerne aufmerksam machen:

Fachverband Biogas: Durchwachsene Silphie könnte bald greeningfähig sein

Die durchwachsene Silphie ist eine vielversprechende Alternative zu Mais als Substrat für Biogasanlagen. Nach einer Empfehlung des EU-Agrarausschusses soll die Pflanze ab 2018 „greeningfähig“ sein.

IWES-Studie: Offshore-Windenergie trägt wesentlich zur Systemsicherheit bei

An 363 von 365 Tagen produzieren die Offshore-Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee Strom. Das macht die Technologie mit Blick auf die Systemsicherheit zu einem wichtigen Element der Energiewende.

Brauchen Automobilhersteller eine eigene Batterie-Massenfertigung?

Brauchen VW, BMW, Daimler oder Opel eine eigene Massenfertigung für Batterie-Speicher, die in Elektroautos zum Einsatz kommen sollen? Es zeigen sich manche Parallelen zur Entwicklung der Photovoltaik.

Susanna Zapreva im EUWID-Interview: „Für uns ist die Digitalisierung keine Option, sondern ein Muss“

 

 

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