Gerade hat der Weltklimarat seinen jüngsten Bericht veröffentlicht und einmal mehr die Dringlichkeit beim Kampf gegen den Klimawandel hervorgehoben, schon sind an verschiedenen Stellen wieder reflexartige Abwehrreaktionen zu beobachten, wenn es um einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien geht. Schon jetzt koste die Energiewende pro Jahr zig Milliarden Euro, ein Vielfaches davon sei nicht zu stemmen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Und die Netze ließen einen ungebremsten Ausbau der Erneuerbaren ohnehin nicht zu.

Auch wenn der reine Ausbau der Erneuerbaren tatsächlich nicht alle Probleme der Energiewende auf einen Schlag löst: er ist die wesentliche Voraussetzung für die Dekarbonisierung, gerade in einer Welt, in der Sektoren gekoppelt und Strom auch im Wärme- und Verkehrsbereich verstärkt benötigt wird. Dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien teuer ist, kann dabei schon lange nicht mehr als Argument gegen die regenerativen Energien ins Feld geführt werden.

Zeiten, in denen etwa die Photovoltaik teuer war, sind lange vorbei

Die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linkspartei dokumentiert dies einmal mehr. Sie zeigt, dass die durchschnittliche Vergütung von EEG-Neuanlagen von 2010 bis 2016 von 25,2 ct/kWh auf 11,6 ct/kWh und damit auf weniger als die Hälfte gesunken ist. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Die Vergütungssätze haben sich auch zuletzt nach unten bewegt und die in den Ausschreibungen erfolgreichen Projekte kalkulieren mit Angebotspreisen von vier bis fünf ct/kWh, die auch hierzulande keine Konkurrenz durch (neue) fossile Kraftwerke zu scheuen brauchen.

Der Blick allein auf den Stromsektor greift aber zu kurz – und auch die Sektorkopplung mit Strom als Basis ist zumindest mit Blick auf den Verkehrsbereich bislang eher Konzept als Realität. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie, wie sich die aktuelle Lage an den bereits etablierten Märkten für Biokraftstoffe darstellt. Und welche Perspektiven sich für die Branche auftun.

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(Beitragsbild: lassedesignen / stock.adobe.com)

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