Erholter Onshore-Markt führt Siemens Gamesa zurück zum Wachstum

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Symbolbild (Quelle: Siemens Gamesa)

Die Auftragslage hat sich für den Windanlagenbauer Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) deutlich erholt. Im vierten Quartal war die finanzielle Performance des Unternehmens entsprechend stark: Die Umsätze stiegen zum Vorjahr um 12 Prozent auf 2,6 Mrd. €. Den Ausschlag brachten insbesondere die Erholung des Onshore-Volumens sowie ein hohes Maß an Offshore-Projektabwicklung, wie Siemens Gamesa jetzt mitteilte.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) lag zum Ende des vierten Quartals bei 215 Mio. €. Die Ebit-Marge betrug 8,2 Prozent. Siemens Gamesa erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in Höhe von 25 Mio. €. Verglichen mit einem Ebit-Verlust von 19 Mio. € und einem Fehlbetrag von 147 Mio. € in Q4/2017 schaffte Siemens Gamesa damit einen Turnaround.

Im Gesamtjahr 2018, das am 30. September 2018 endete, betrug der Konzernumsatz 9,1 Mrd. €. Das Ebit erreichte 693 Mio. € bei einer Marge von 7,6 Prozent. Laut Geschäftsbericht wird die EBIT-Marge durch einen zweistelligen Preisrückgang im Onshore-Geschäft beeinflusst, der teilweise durch Synergien und Produktivität sowie durch eine starke Performance im Servicegeschäft kompensiert wird.

Onshore-Auftragseingang legt um 30 Prozent zu

Der Auftragseingang belief sich auf 11,9 Mrd. € (+9 Prozent zum Vorjahr). Die Erholung der Windenergie an Land war hier besonders deutlich spürbar: +30 Prozent auf 6,7 Mrd. €. Gute Fortschritte konnten auch im Offshore-Bereich erzielt werden. Der Auftragseingang stieg auf 2,8 Mrd. €. 2018 unterzeichnete der Konzern seinen bisher größten Offshore-Auftrag über die Lieferung von 165 Turbinen an Hornsea II, den derzeit größten Offshore-Windpark der Welt. Im Bereich Service hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 Verträge über 2,4 Mrd. € abgeschlossen.

Der Jahresüberschuss erholte sich weiter und erreichte im Geschäftsjahr 2018 70 Mio. €, einschließlich der Auswirkungen von Integrations- und Restrukturierungskosten, die mit 176 Mio. € zu Buche schlugen. Damit erreichte Siemens Gamesa vollständig seine Ziele für das Geschäftsjahr 2018.

Die Prognose für das neue Geschäftsjahr sieht gesteigerte Umsätze zwischen 10 und 11 Mrd. € vor sowie eine bereinigte Ebit-Marge von 7-8,5 Prozent.

Neuer COO bei SGRE

Neben den Geschäftszahlen gab Siemens Gamesa auch bekannt, dass Christoph Wollny zum Chief Operating Officer (COO) ernannt wurde. Diese neu geschaffene Funktion soll dazu beitragen, die Marktdynamik besser berücksichtigen zu können und die Kostensenkungsmaßnahmen weiter zu verstärken. Wollny wechselt von seiner jetzigen Position als Chief Procurement Officer in der Power & Gas Division von Siemens zu SGRE. 

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