Erdgas Südwest nimmt nächste Floating-PV-Anlage in Betrieb

Bildquelle: Erdgas Südwest

Erdgas Südwest hat auf dem Baggersee in Leimersheim eine Floating-PV in Betrieb genommen. Mit 3.800 PV-Modulen soll Strom für das Kieswerk vor Ort erzeugt werden. Das Projekt ist nach Unternehmensangaben doppelt so groß wie die PV-Anlage, die Erdgas Südwest in Renchen realisiert hat. Ein drittes Floating-PV-Projekt ist in Oberschwaben geplant.

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Erdgas Südwest kritisiert die Bürokratie, die vor der Realisierung der Projekte steht und angesichts der Klimaschutzziele fragwürdig ist. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass eine PV-Anlage ab einer Leistung von 750 kWp an einer Ausschreibung teilnehmen muss. „Da die Kosten für den Bau schwimmender Sonnenkraftwerke noch deutlich über denen für Landanlagen liegen, ist ein Zuschlag auf diese Weise kaum zu realisieren.“ Im Fall von Leimersheim habe das dazu geführt, dass der zweite Teil der Anlage erst mit einem Jahr Verzögerung in Betrieb gehen konnte.

Innovationsausschreibungen oder die Erhöhung der Ausschreibungsmengen sind laut Erdgas Südwest zwar ein guter Anfang, um den Ausbaupfad für erneuerbare Energien zu realisieren. Jedoch bräuchte es zusätzlich Regelungen, damit auch kleinere Anlagen, ungewöhnliche Projekte und Geschäftsmodelle mit Eigenverbrauch oder Direktlieferung eine Chance haben.

Kontext und Hintergrund:

Im Blickpunkt: Floating- und Agri-Photovoltaik

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