In den USA hat die US-Energiebehörde EPA seine Biokraftstoff-Mengenziele für 2018 im Vergleich zum laufenden Jahr abgesenkt. Nur die Beimischung von Biodiesel soll von 2,0 auf 2,1 Mrd. Gallonen steigen, was allerdings schon im Vorjahr festgelegt worden war. Das geht aus dem aktuellen Vorschlag der EPA im Rahmen des Renewable Fuel Standards hervor, eine endgültige Version für 2018 wird die Behörde allerdings erst im Herbst vorlegen.

Renewable Fuel Standard

Für alle anderen Biokraftstoffarten schlägt die EPA geringere Mengenziele für die Beimischung vor, die von der Mineralölwirtschaft im Jahr 2018 eingehalten werden müssen. Das Mandat für Biokraftstoffe aus Zellulose soll demnach von 311 Mio. Gallonen auf 238 Mio. Gallonen sinken. Die übrigen fortschrittlichen Biokraftstoffe, zu denen beispielsweise Biodiesel aus Algenöl und Abfällen, aber auch Bioethanol aus Zuckerrohr zählen, könnten von 4,28 Mrd. Gallonen auf 4,24 Mrd. Gallonen sinken. Für Bioethanol aus Mais ist für 2018 ein Mengenziel von 19,24 Mrd. Gallonen vorgesehen, das Mandat für 2017 liegt mit 19,28 Mrd. Gallonen nur leicht darüber.

Das Beimischungsziel für Biodiesel wird immer ein Jahr vor den restlichen Biokraftstoffsorten beschlossen. Für 2019 hat das EPA in seiner aktuellen Mitteilung ein gleichbleibendes Niveau vorgeschlagen, was 2,1 Mrd. Gallonen entspricht. Diese Verkündung nahmen die amerikanische Agrarwirtschaft und der Handel mit Enttäuschung auf, da US-Präsident Donald Trump nach seinem Amtsantritt eine Anhebung in Aussicht gestellt hatte. In Folge der gedrückten Stimmung auf dem amerikanischen Markt und des schwachen Rohölpreises konnte auch der europäische Rapsmarkt den Aufwärtstrend der Vorwoche nicht fortsetzen, teilte Proplanta mit.

Der Renewable Fuel Standard ist ein US-amerikanisches Bundesprogramm, das für Kraftstoffe eine steigende Beimischung von Biokraftstoffen vorsieht. Bis 2022 soll ein Mindestvolumen von 36 Mrd. Gallonen erreicht sein. Voraussetzung für die Beimischung von Biokraftstoffen im Rahmen des Programms ist, dass sie ein geringeres Niveau an Treibhausgasemissionen aufweisen müssen als die Kraftstoffe, die sie ersetzen. Die EPA verwaltet das Programm und legt jedes Jahr abhängig von der Verfügbarkeit Mindestvolumen für die einzelnen Biokraftstoffarten fest.

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