EnviTec nimmt in Solschen Aufbereitungsanlage in Betrieb

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Biomethananlage in Solschen
Quelle: EnviTec Biogas AG

Die EnviTec Biogas AG hat im niedersächsischen Solschen, einem Ortsteil von Ilsede im Landkreis Peine, ihre zwanzigste Gasaufbereitungsanlage mit EnviThan-Technologie in Betrieb genommen. Nach Angaben des Lohner Unternehmens speist die Anlage bereits seit dem 1. September Biomethan in das L-Gasnetz der Avacon ein. Die Kapazität beziffert EnviTec auf 700 Normkubikmeter (Nm³) je Stunde.

Brenngase werden in zwei Typen unterteilt – H-Gas (high calorific gas) oder L-Gas (low calorific gas). Der Transport von L- und H-Gas erfolgt in separaten Leitungssystemen. L-Gas aus deutscher und niederländischer Produktion bedient gegenwärtig circa 30 Prozent des deutschen Erdgasmarktes. „Da die Fördermengen aber rückläufig sind, müssen betroffene Netzgebiete künftig auf H-Gas umstellen“ erklärt Laumann.

Im Zuge dieser sogenannten Marktraumumstellung muss auch die EnviThan-Anlage Solschen von L- auf H-Gas umstellen. Dafür ist sie unter anderem mit ausreichenden Reservesteckplätzen für die zusätzlichen Membranen bereits vorbereitet. „Unseren Kunden überzeugte vor allem die Flexibilität unserer Membrantechnik“, sagte Stefan Laumann, zuständiger Abteilungsleiter der Gasaufbereitung bei EnviTec. Das Verfahren könne jeden gewünschten Energiegehalt herstellen.

Liegende Anordnung der Membrane senkt Platzbedarf

Nach seiner Markteinführung in Deutschland 2012 wurde das gemeinsam von EnviTec und Evonik Industries entwickelte EnviThan-Verfahren auch in England, Frankreich, China und Dänemark erfolgreich eingesetzt. EnviTech zufolge hat die Technik in den vergangenen fünf Jahren eine stetige Weiterentwicklung erfahren: „Während wir anfangs die Membranen stehend eingebaut haben, wurde von uns anschließend eine neue Membrananordnung als liegende und standardisierte Variante verwendet“, so Laumann weiter. Mit der liegenden Anordnung ist EnviTec in der Lage, nahezu die dreifache Anzahl von Modulen in nur einem Container zu verbauen. „Inzwischen verbauen wir liegende Membrane in 78 Prozent unserer Projekte“, sagt Laumann.

„Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, auch den Einspeiseverdichter bei EnviTec zu beziehen“, sagt Laumann. Der Verdichter, der erstmals in einem Projekt in Frankreich zum Einsatz kam, steigert den Druck des erzeugten Biomethans von rund 12 bar auf den erforderlichen Netzdruck, je nach Anforderung des Gasnetzes. Der Booster-Verdichter wird in einer komplett ausgestatteten Station geliefert. Selbstverständlich können auch die erforderlichen Hochdruckleitungen bis zur Einspeisestation des Netzbetreibers angeboten werden.

Ein-Container-Lösung und Verdichter neu im Angebot

Ebenfalls weiterentwickelt wurde die Bauweise kleinerer, kompakter Anlagen: bis 300 Nm³/h Biogas bietet EnviTec nun auch eine Ein-Container-Variante an. Dabei wird in dem Container ein weiterer Raum für bis zu zwei Membranregale geschaffen. Dies erspart neben dem zweiten Container natürlich auch Rohrleitung, Verkabelung und Fundament und ist damit noch kosteneffizienter.

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