EnviTec Biogas steigert Prognose für Geschäftsjahr 2020

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Mitglieder des Vorstands (v.l.): Jürgen Tenbrink (CTO), Jörg Fischer (CFO), Olaf von Lehmden (CEO)
Quelle: EnviTec Biogas AG

Die EnviTec Biogas AG erwartet für das Geschäftsjahr 2020 eine erneute Steigerung der Gesamtleistung und des Vorsteuerergebnisses (EBT). Das teilte der Unternehmensvorstand im Rahmen einer digitalen Hauptversammlung mit. Vorstandsvorsitzender Olaf von Lehmden, Finanzvorstand Jörg Fischer und Technikvorstand Jürgen Tenbrink zeigten sich trotz weltweiter Corona-Pandemie zuversichtlich, dass das Unternehmen seine Position auch 2020 behaupten kann.

Im Geschäftsjahr 2019 konnten eine Gesamtleistung von 203 Mio. € und ein EBT von 10,3 Mio. € erreicht werden. Bislang hatte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtleistung und ein EBT auf Vorjahresniveau erwartet. In der aktuellen Prognose geht der Vorstand nun bei einer moderat steigenden Gesamtleistung von einem EBT von mindestens 12,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 aus.

Die Vorstandsmitglieder analysierten in ihren Präsentationen detailliert den Geschäftsverlauf 2019. Der Inlandsumsatz bewege sich mit knapp 137,3 Mio. € – getrieben durch die Bereiche Service und Eigenbetrieb – auf Vorjahresniveau. Die Auslandsumsätze seien hingegen deutlich gestiegen, was mit der guten Umsatzentwicklung im Anlagenbau zusammenhänge. Die Umsätze seien insgesamt in 2019 gegenüber 2018 von 187 Mio. € auf 214 Mio. € gestiegen. Die Gesamtleistung erhöhte sich von 192 Mio. auf 203 Mio. €.

Im Eigenbetrieb fielen Umsätze aufgrund eines Preiseffekts

„Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf den gesteigerten Umsatz und die gleichsam gestiegene Gesamtleistung im Anlagenbau zurückzuführen, was mit der höheren Auslastung in diesem Bereich verbunden war“, so Finanzvorstand Jörg Fischer. Im Servicesegment haben sich sowohl der Umsatz als auch die Gesamtleistung erhöht, während im Eigenbetrieb die Umsätze gefallen seien, was im Wesentlichen auf einen Preiseffekt im Energy-Geschäft zurückzuführen sei, der jedoch keine Ergebnisauswirkung habe. „Deutlich erkennbar ist, dass wir in 2019 erneut das höchste EBITDA der Firmengeschichte erzielt haben und uns seit 2014 kontinuierlich auf einem hohen Niveau mit positiver Tendenz bewegen“, so Fischer weiter.

Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre bei sämtlichen Tagesordnungspunkten im Sinne der Verwaltung. Große Zustimmung fand der Beschluss, erneut 14,85 Mio. € aus dem Bilanzgewinn der EnviTec Biogas AG in Höhe von 36,1 Mio. € entsprechend einer Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Beteiligung auf der Hauptversammlung lag bei 85,39 Prozent des Grundkapitals.

Vorstandsvorsitzender begrüßt Neuerungen im GEG

In seiner Rede begrüßte Olaf von Lehmden die Änderung des Gebäudeenergiegesetz (GEG). “Dies ist ein erster wichtiger Schritt zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung mit Biomethan und ein Erfolg für unsere Branche”, so der Vorstandsvorsitzende. Die willkürliche technologische Diskriminierung des erneuerbaren Energieträgers Biomethan habe nunmehr ein Ende und Biomethan könne damit auch bei der Nutzung in Brennwertkesseln zur Erfüllung der Nutzungspflicht erneuerbarer Energien im Neubau anerkannt werden.

EnviTec habe sich schon seit Jahren für die technologieoffene Nutzung von Biomethan in KWK-Anwendungen und Brennwertkesseln eingesetzt, da beide Technologien einen sinnvollen Beitrag für mehr Klimaschutz im Wärmesektor leisten und gleichzeitig sozialverträglich seien. “Als erstes positives Signal sehen wir auch die Absenkung der Primärenergiefaktoren für die Nutzung von Biomethan in KWK-Anwendungen auf 0,5 und auf 0,7 bei der Nutzung in Brennwertkesseln”, erklärte von Lehmden weiter.

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