EnviaM beteiligt sich am Biomasse-Heizkraftwerk Zwickau

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Der Energiedienstleister enviaM plant, sich mit 40 Prozent an der Heizkraftwerk Zwickau Süd GmbH & Co. KG zu beteiligen, die ein Biomasse-Heizkraftwerk in Zwickau betreibt. Das Chemnitzer Unternehmen hat dazu eigenen Angaben zufolge eine Option zum Kauf der Anteile erworben. Es sei beabsichtigt, die Option mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2016 auszuüben. Die anderen 60 Prozent der Gesellschaft werden von der Zwickauer Energieversorgung GmbH (ZEV) gehalten. Die Aufsichtsräte beider Unternehmen haben dem Einstieg von enviaM bereits zugestimmt. Die Vertragsunterzeichnung durch den enviaM-Vorstand und die ZEV-Geschäftsführung erfolgte am 1. September 2016. Damit wird enviaM den Anteil der Hamburger Beteiligungsgesellschaft CEE KWK-Beteiligungen GmbH & Co. KG an der Heizkraftwerk Zwickau Süd übernehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Biomasse-Heizkraftwerk in Zwickau ist 2012 in Betrieb gegangen, der erzeugte Strom wird demnach nach dem EEG von 2012 vergütet. Es hat eine installierte elektrische Leistung von fünf Megawatt und eine installierte thermische Leistung von zehn Megawatt. Pro Jahr werden rund 35 Gigawattstunden Strom und rund 80 Gigawattstunden Wärme erzeugt. Damit passt es zu dem Ziel von enviaM, die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Als Brennstoff werden Holzhackschnitzel eingesetzt. Erst im August hatten sich die Heizkraftwerk Zwickau Süd und Brüning-Megawatt erneut auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung für die Vollversorgung des Biomasse-Heizkraftwerks in Zwickau geeinigt (EUWID 34/2016). Der bis 2020 laufende Kontrakt wurde um zwei weitere Jahre bis 2022 datiert, wie Brüning-Megawatt damals mitgeteilt hatte. Bereits seit 2013 beliefert der Fischerhuder Versorger die Anlage in Zwickau exklusiv mit rund 60.000 Tonnen lutro Holzhackschnitzeln. Die enviaM-Gruppe betreibt bereits ein Biomasse-Heizkraftwerk im mecklenburg-vorpommerischen Malchin. Der Unternehmensverbund unterhält darüber hinaus sechs Biogasanlagen in Löbnitz (Sachsen), Ostrau (Sachsen-Anhalt), Vockerode (Sachsen-Anhalt), Starkenberg (Thüringen), Wallhausen (Sachsen-Anhalt) und Zwönitz (Sachsen). .

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