Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun den Entwurf für das „Energiesammelgesetz“ an die Verbände geschickt. Mit Blick auf die Kraft-Wärme-Kopplung wird es nun konkret.

Update 5. November: Inzwischen hat die Bundesregierung auch Einvernehmen über die EEG-Sonderausschreibungen erzielt. Lesen Sie mehr hier: Die 7 wichtigsten Regelungen des „Energiesammelgesetzes“

KWK-Anlagen, die ausschließlich regenerative Brennstoffe einsetzen, kommen demnach auch künftig in den Genuss der (Teil-)Befreiung von der EEG-Umlage. Auch hocheffiziente Anlagen auf der Basis von gasförmigen Brennstoffen profitieren. Die reine Mitverbrennung von Biomasse in KWK-Anlagen berechtigt dagegen nach den Regelungen des Gesetzentwurfs nicht zu einer Umlage-Ermäßigung.

Einigung in Sachen EEG-Sonderausschreibungen steht noch immer aus

Der Titelbereich der heute erschienenen Ausgabe 43/2018 von EUWID Neue Energie widmet sich dem Gesetzentwurf und den Branchenreaktionen. Die Verbände der Energieeffizienz- und KWK-Branche sind einerseits glücklich darüber, dass die schon sehr lange andauernde Hängepartie jetzt in absehbarer Zeit ein Ende nehmen soll – auch wenn eine Einigung in Sachen EEG-Sonderausschreibungen noch immer aussteht.

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Welche Rolle spielen synthetische Kraftstoffe für die Energiewende?

Die Verbände sehen andererseits aber noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. So stößt die Einschränkung der Umlagebefreiung auf KWK-Anlagen auf Basis rein gasförmiger Brennstoffe auf Kritik. Dadurch werde gasnetzfernen Anlagen, die mit nachhaltigen biogenen oder synthetischen Kraftstoffen betrieben werden könnten, eine Förderung effizienzsteigender Maßnahmen von vornherein vorenthalten, heißt es.

Synthetische Kraftstoffe stehen auch im Mittelpunkt einer jetzt vorgelegten Studie des Beratungsunternehmens Frontier Economics im Auftrag des Weltenergierats. Es sei erforderlich, erneuerbare Energien nicht nur in Stromspeichern für zukünftige Nutzungen verfügbar zu machen. Man müsse sich daher „viel systematischer mit der Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen beschäftigen“, so der Weltenergierat. Konkretes Ergebnis der Studie: Die Energiewende in Deutschland wird langfristig erhebliche Importe synthetischer Kraftstoffe aus dem Ausland erfordern.

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