Im politischen Berlin war in der vergangenen Woche eine Menge los: Die kleine EEG-Novelle hat das Parlament passiert und dabei noch eine aus Sicht der Bioenergiebranche wünschenswerte Modifikation erhalten. Die Frist für die Inanspruchnahme der Flexibilitätsprämie durch Biomasse-Bestandsanlagen ist verlängert worden. Auch die Arbeiten an der zum Start ins kommende Jahr geplanten Senkung der EEG-Umlage sind vorangekommen. Und im Bundesrat hat Schleswig-Holstein eine Initiative eingereicht, die dem Ausbau erneuerbarer Energien wieder Schwung verleihen soll.

Die Liste der Dinge, die mit Blick auf die Energiewende noch zu regeln wären, bleibt lang. Anfang der neuen Woche ist der schwarz-roten Koalition aber ein entscheidender Durchbruch geglückt: Die quälende Hängepartie um die Windkraftregelungen und den 52-GW-Solardeckel wurde beendet.

Der Titel der jetzt veröffentlichten Ausgabe 21.2020 von EUWID Neue Energie widmet sich einem der Themen, bei denen die Bundesregierung bislang Antworten schuldig geblieben ist: Regelungen für die anstehende Post-EEG-Phase für Ü20-Anlagenbetreiber. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat sich hierzu Gedanken gemacht und konkrete Modifikationen am Regelwerk vorgestellt, mit denen der Weiterbetrieb der betroffenen Post-EEG-Anlagen sichergestellt werden könnte.

Für die Windenergiebranche gibt es neben der Einigung zu Mindestabständen weitere positive Nachrichten. Nachdem sich Bund und Länder jüngst auf eine Aufstockung des Offshore-Wind-Ausbauziels einigen konnten, kommt nun die Information, dass die Deutsche Flugsicherung ihre Formel zur Berechnung von Störungen durch Windkraftanlagen modifiziert. Dadurch könnten nach Einschätzung des BWE lange blockierte Flächen für die Windenergie zurückgewonnen werden. Passend dazu meldet wind:research, dass sich die Branchenstimmung zuletzt aufgehellt hat. (Nachweis für Beitragsbild: soonthorn – stock.adobe.com)

Unsere Topthemen in dieser Woche:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein