Die Photovoltaik könnte der „Joker der Energiewende“ sein. Zu diesem Fazit kommt ein Papier, das der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) jetzt veröffentlicht hat. Die Technologie ist einer steilen Lernkurve gefolgt und erreicht in einigen Teilen der Welt inzwischen Stromgestehungskosten, die unterhalb der Brennstoffkosten fossiler Stromerzeuger liegen. Auch in Deutschland ist das ungenutzte Potenzial noch groß – und es müsste angesichts von Klimaschutz und Sektorkopplung viel konsequenter genutzt werden als dies bislang geschieht.

Der Titelbereich von EUWID Neue Energie befasst sich in dieser Woche mit den Perspektiven der Photovoltaik. Auf Grundlage der VDI-Studie widmet sich der Titeltext dem Status quo der PV in Deutschland. Eine ergänzende Analyse arbeitet die Notwendigkeit eines beschleunigten Ausbaus der Solarstromerzeugung vor dem Hintergrund von Sektorkopplung und Post-EEG heraus.

Ungeachtet dieser Notwendigkeit eines beschleunigten PV-Ausbaus müssen auch andere Technologien zur regenerativen Energieerzeugung geeignete Rahmenbedingungen erhalten, um ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Das gilt in besonderem Maße für die Biomasse, die sektorübergreifend und steuerbar regenerative Energie bereitstellt.

Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrats+
Quelle: Biogasrat+

Im EUWID-Interview zeigt sich Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrats, überzeugt von den Potenzialen der Bioenergie – und insbesondere von Biomethan. Sie sieht aber auch viele Fragezeichen: „Aktuell sehe ich kein Geschäftsmodell, das tatsächlich zukunftssicher ist, zu unklar und widersprüchlich sind die politischen Aussagen zur weiteren Ausgestaltung der politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau und die Nutzung der Bioenergie in Deutschland.“ (Nachweis für Beitragsbild: protectnature – stock.adobe.com)

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