Die Jury des ees Award hat die Finalisten für die diesjährige Preisverleihung nominiert. Demnach stehen insbesondere Batterien und Energiespeicher im Fokus. „Besonders bei Transport und Installation liegen hohe Optimierungspotentiale“, berichtet der Veranstalter Solar Promotion. Die Gewinner werden in einer digitalen Zeremonie im Rahmen der „The smarter E Industry Days“ vom 21. bis 23. Juli 2021 ausgezeichnet.

Die Modularisierung schwerer Energiespeicher-Komponenten für Transport und Installation führe zu einer Verringerung der benötigten Arbeitskräfte. Auch im Reparaturfall würden dadurch Ressourcen eingespart, heißt es. Hohe Vorfertigungsgrade und intelligente Transport- und Softwarelösungen optimierten den Installationsaufwand und reduzierten das Aufkommen von Verpackungsmüll am Installationsort.

„Auch der Trend zu umweltfreundlichen Batteriezellen halte weiter an: Lithium-Eisenphosphat-Zellen oder NMC-Zellen mit verringertem Kobaltanteil kommen in vielen Speichern zum Einsatz.“ Die zukünftige Leistungsfähigkeit einer Batterie könne mittlerweile anhand von Cloud-basierten Analysen von Batteriebetriebsdaten sehr gut vorhergesagt werden. (Quelle für Beitragsbild: Solar Promotion GmbH)

Insgesamt sind zehn Unternehmen für das Finale des ees Award 2021 nominiert:

1. Commeo GmbH (Deutschland)

Die „Commeo Energy Storage Solutions” sind ein flexibles Baukastensystem zum Aufbau eines Batteriespeichers. Es erlaubt die Auswahl aus zwei Zellformaten und vier unterschiedlichen Zelltypen. Durch die Auswahl und die Verschaltung seien sowohl die Definition der möglichen Leistung als auch die Möglichkeit eines Hochvolt- oder Niedervolt-Systems gegeben. Das System wird durch Blöcke zur Steuerung und Kommunikation ergänzt, bietet ein intelligentes Monitoring und ist in übliche Schaltschrankarchitekturen integrierbar.

2. Enphase Energy (Niederlande)

Das AC-gekoppelte Speichersystem „Encharge“ besteht aus der Basiseinheit Encharge 3T mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 3,5 kWh und einer Lade-/Entladeleistung von 1,28 kW. Drei Basiseinheiten bilden ein Encharge 10T Speichersystem. Das System ist flexibel erweiterbar, maximal vier solcher Systeme lassen sich kombinieren. Auch die Umschaltung in den Backupbetrieb ist den Angaben zufolge nahtlos möglich. Ein Encharge 3T verfügt über vier Mikrowechselrichter, die für eine hohe Ausfallsicherheit sorgen und einfach getauscht werden können.

3. Fenecon GmbH (Deutschland)

Das „Fenecon Home“ Speichersystem besteht aus den stapelbaren Einheiten Batterie, BMS-Box und FEMS-Box. Die FEMS-Box bildet die zentrale Anschlussbox des Gesamtsystems und beinhaltet unter anderem die Anschlüsse zur Kommunikation. Das im Speichersystem integrierte FEMS-Monitoring und Energiemanagement biete viel Flexibilität bei der intelligenten, herstellerunabhängigen Ansteuerung von Verbrauchern, wie Wärmepumpen und Ladepunkten. Der Speicher arbeitet in Kombination mit GoodWe oder KACO Hybrid-Wechselrichtern.

4. Leclanché SA (Schweiz)

Mit dem „LeBlock“ Großspeichersystem werden Dauer, Komplexität und Kosten der Installation und Inbetriebnahme reduziert. Das System besteht aus mehreren Batterie-Blöcken sowie einem Combiner-Block, der zur Verschaltung und Absicherung dient, das Flüssigkeitskühlsystem für die Batterien und das Energiemanagementsystem beinhaltet. Durch den modularen Aufbau kann der LeBlock für den individuellen Anwendungsfall flexibel angepasst werden.

5. LG Energy Solution (Südkorea)

LG Energy Solution verwendet im „RESU Prime“ Hochvoltspeicher eine neue NMC-Zelle mit reduziertem Kobaltanteil und einer höheren Energiedichte als bislang. Auf Batteriepackebene konnte die Energiedichte um 20 Prozent gesteigert und so ein sehr kompaktes System mit großer Kapazität realisiert werden, heißt es. Durch den modularen Aufbau und das reduzierte Gewicht der Batteriemodule des RESU Prime würden Transport und Aufbau vereinfacht.

6. LogBATT GmbH (Deutschland)

Die „Safetybattbox XL Storage” ist ein Produkt zur sicheren Lagerung größerer Batteriesysteme mit einem Gewicht von bis zu 1.000 kg. Sie kann von einer Person bedient werden und ist durch eine Innenhöhe von 2,2 m sehr flexibel einsetzbar. Die Safetybattbox verfügt über eine passive Löschung, Rauchfilterung und eine thermische Isolierung und wurde bereits mit einer Batterie mit einer Leistung von 82 kWh erfolgreich getestet.

7. SAX Power GmbH (Deutschland)

Das „SAX Storage System“ ist ein Speicher zur Integration in bestehende Heim-Photovoltaik Installationen. Es besitzt eine integrierte Leistungselektronik mit hoher Effizienz und kann den Angaben zufolge auf einen konventionellen Wechselrichter verzichten. Das System beinhaltet in einer kompakten Bauform 120 Batteriezellen auf Eisenphosphat-Basis. Die Technologie ermögliche es, defekte Zellen im Betrieb aus dem System herauszuschalten und gewährleistee dadurch eine sehr hohe Verfügbarkeit und Lebensdauer.

8. Siqens GmbH (Deutschland)

Der „Siqens Ecoport 800“ ist ein Brennstoffzellensystem mit einer elektrischen Leistung von bis zu 500 Watt und dem Ziel, Dieselgeneratoren zu ersetzen. Der Hauptvorteil: Der Siqens Ecoport 800 wird mit herkömmlichem Methanol betrieben und hat einen elektrischen Gesamtwirkungsgrad von 38 Prozent. Angewendet wird er unter anderem im Freizeitsektor, beispielsweise bei Booten und Yachten, sowie der Stromversorgung von netzfernen Berghütten, Bürocontainern, Baustellen, der Telekommunikationsinfrastruktur und der Verkehrsüberwachung.

9. Twaice Technologies GmbH (Deutschland)

Twaice bietet mit der „Battery Cloud Analytics Platform“ eine prädiktive Analyselösung für Batteriespeicher. Die Kombination aus Betriebsdaten eines Speichers, künstlicher Intelligenz und Labortests ermöglicht es, den Zustand einer Batterie zu bestimmen und die Batteriealterung und -leistung vorherzusagen. Dadurch kann der Betrieb für eine verbesserte Lebensdauer optimiert oder ein sich abzeichnender Systemausfall frühzeitig erkannt werden.

10. Xelectrix-Power GmbH (Österreich)

Die „xelectrix Power Box XPB PRO Range“ ist eine vielseitige Plug & Play Speicherlösung für die Energieversorgung im Innen- und Außenbereich. Anwendungsbereiche sind sowohl die Netzstützung als auch der Inselbetrieb mit Photovoltaik. Die Speicherlösung könne sowohl Dieselaggregate für den Notstrom- und Baustellenbetrieb temporär ersetzen als auch in einer Hybridlösung eingesetzt werden. Das System ist mit einer Effizienz von bis zu 96 Prozent ausgewiesen und modular von 20 bis 120 kWh erweiterbar. Verwendet werden Zellen auf Eisenphosphat-Basis.

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