Energiespeicher: „Starker Innovationsschub, deutlich sinkende Kosten und profitable Geschäftsmodelle“

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„Wir erwarten bis 2030 einen starken Innovationsschub, deutlich sinkende Kosten und somit profitable Geschäftsmodelle für Speichersysteme.“ Das sagt Torsten Henzelmann von der Unternehmensberatung Roland Berger. Das Münchner Consulting-Haus hat sich verschiedene Energiespeicher-Technologien angeschaut und dabei manche Überraschung zu Tage gefördert. Etwa, dass Energieversorger künftig der Chemieindustrie beim Thema Power-to-Gas Konkurrenz machen könnten. Durch die neuen Möglichkeiten entstehe aber auch neuer Wettbewerb für die Energieversorger selbst: „Bei allen untersuchten Speichertechnologien erwarten wir durch die sinkenden Technologiekosten neue Konkurrenten im Markt“, sagt Henzelmann. „Ihre alternativen Geschäftsmodelle werden die Strategien der etablierten Energieversorger in Frage stellen.“ EUWID Neue Energie stellt die Roland-Berger-Studie zu Energiespeichern auf dem Titel der heute erschienenen Ausgabe 25/2017 vor. Im Fokus des Branchendienstes stehen Woche für Woche die ökonomischen Fragen zur Energiewende: Wie kann man auf dem Weg zur CO2-freien Energieversorgung der Zukunft Geld verdienen? Welche Geschäftsmodelle verschwinden und welche entstehen neu? Insgesamt umfasst die jetzt erschienene Ausgabe 67 Analysen, Berichte und Nachrichten sowie eine Vielzahl von Tabellen, Graphiken und Schaubildern auf 32 Seiten. Einen Überblick über sämtliche Themen finden Sie in Kürze hier.

"Energiewende muss bis 2030 zur Hälfte absolviert sein"

Eine noch breitere Perspektive auf die nächste Phase der Energiewende als die Roland Berger-Analyse bietet der Berliner Think Tank Agora Energiewende. Seine jüngste Analyse trägt dann auch den Titel „Energiewende 2030 – The Big Picture“. „Das Jahr 2030 ist eine wichtige Wegmarke, denn bis dahin muss die Energiewende zur Hälfte absolviert sein, will man bis 2050 die im Klimaschutzabkommen von Paris verabredete Dekarbonisierung erreichen“, betont Patrick Graichen, der Direktor von Agora Energiewende. Wenn die einflussreiche Denkfabrik eine solche Analyse veröffentlicht, dann wird sie auf höchster politischer Ebene auch wahrgenommen – nicht nur, weil mit Rainer Baake der frühere Agora-Chef inzwischen als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministeriums höchstselbst an der Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland feilt.

BEE sieht wichtige Rolle der Biokraftstoffe für Mobilitätswende

Auf eine möglichst große Resonanz auf der politischen Bühne setzt auch der BEE, der einen Vorschlagskatalog zur Energiewende veröffentlicht hat. Unter anderem dringt der Verband darauf, die Mobilitätswende anzugehen – und sieht dabei eine wichtige Rolle auch für die Biokraftstoffe.

Weitere Themen in EUWID Neue Energie 25/2017:

  • Preise für Holzpellets geben in den vergangenen Wochen nach: Die Handelspreise für A1-Holzpellets haben in den vergangenen Wochen zum Teil spürbar nachgegeben. Das zeigt der jüngste EUWID-Bericht zur Marktentwicklung im Holzpelletsegment.
  • Koalitionsvertrag in NRW: Speicher und Erneuerbare sollen bedeutender werden: CDU und FDP wollen die Energie- und Klimapolitik so ausrichten, dass NRW führendes Industrieland auch für energieintensive Industrien bleibt. Erneuerbare und Speicher sollen aber an Bedeutung gewinnen.
  • Mieterstromgesetz: Erweiterung der Lieferung auf Nebengebäude wird geprüft: Die Bundesregierung hat in Aussicht gestellt, dass die im Entwurf für das Mieterstromgesetz formulierte Beschränkung auf Lieferungen in das Gebäude, auf dem die Photovoltaikanlage steht, entschärft wird. Weiteren Anpassungsbedarf sieht die Regierung aber nicht.

EUWID Neue Energie begleitet Energieversorger, Anlagenbetreiber, Netzbetreiber und Innovatoren auf dem Weg zum Energiesystem der Zukunft mit Nachrichten, Dossiers und Hintergründen. Ein unverbindliches Testpaket können Sie hier bestellen.

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