Energiespeicher sind eine wesentliche Zutat für ein Energiesystem, das im Kern auf einer hohen installierten Leistung von Wind- und Solarenergieanlagen basiert, deren Dargebot stark schwankt. Das vergangene Jahr war für die Energiespeicherbranche in Deutschland kein einfaches. Zwar legte der Gesamtumsatz der Speicherunternehmen abermals zu, die Entwicklung ist nach Analysen, die der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) jetzt vorgelegt hat, allerdings sehr heterogen.

Der Titelbereich der neuen Ausgabe 12.2021 von EUWID Neue Energie widmet sich den aktuellen Entwicklungen am Speichermarkt – besser gesagt an den Speichermärkten, denn die Technologien, die (elektrische) Energie speichern und für eine spätere Nutzung verfügbar halten, sind ebenso vielfältig wie ihre Anwendungsfelder. Die von 3Energie Consulting für den BVES ermittelten Zahlen zeigen, dass der Branchenumsatz inzwischen bei 7,1 Mrd. € liegt. Während der Heimspeichermarkt auch in der Pandemie boomt, gab es bei Industrie- und Gewerbespeichern einen schmerzlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen.

Die Stimmung auf dem Markt für Energiespeicher ist dennoch im Jahr 2020 gestiegen. Wie eine Befragung von Marktteilnehmern durch 3Energie Consulting ergab, schätzen im vergangenen Jahr 56 Prozent der Befragten die Marktaussichten als „eher gut“ ein, 25 Prozent sogar als „sehr gut“. Die Corona-Pandemie beeinflusst im Jahr 2021 die Einschätzung von 34 Prozent aller Befragten eher negativ, allerdings sagen 24 Prozent, dass die Pandemie die Aussichten eher positiv beeinflusst. 42 Prozent sehen keinen Einfluss. Auch hier unterscheiden sich die Einschätzungen innerhalb der Sektoren deutlich, gerade im Segment Industrie & Gewerbespeicher herrscht bedingt durch verschobene Investitionen und Großprojekte, Lieferkettenunterbrechungen und erschwerte Akquise-Bedingungen eine eher negative Stimmung.

Wie geht es weiter mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien?

Es ist aber nicht nur die Corona-Pandemie, die sich an mancher Stelle als Hemmschuh für die Energiewende erweist. Die SPD hat die Verhandlungen über weitere Korrekturen am gerade erst novellierten EEG auf Eis gelegt, nachdem sie Zweifel an der Integrität des Unions-Verhandlungsteams geäußert hat. Mit dem Heranrücken der Bundestagswahl wächst die Gefahr, dass es bis zum Spätsommer nicht zu den vereinbarten Fortschritten kommen könnte. Die Deutsche Umwelthilfe und der Bundesverband Windenergie fordern eine schnelle Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Teil der vorliegenden Ausgabe von EUWID Neue Energie ist auch der aktuelle Marktbericht zu Holzpellets, der von den Fachredakteuren des EUWID-Bereichs Holz und Möbel am Markt recherchiert wird. Es zeigt sich weiter eine lebhafte Geschäftstätigkeit, die direkt mit  den winterlichen Temperaturen im Zusammenhang steht.
(Quelle für Beitragsbild: blackboard – stock.adobe.com)

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