Welche Änderungen wird das parlamentarische Verfahren in Sachen Energiesammelgesetz bringen? Die Hoffnungen der Erneuerbare-Energien-Branche liegen auf nachträglichen Korrekturen, denn der vom Bundeskabinett abgesegnete Gesetzentwurf hat mancherorts für massives Kopfschütteln gesorgt.

Auf dem Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 46/2018 von EUWID Neue Energie befassen wir uns mit der Bewertung des Gesetzentwurfs durch die Bioenergiebranche. Allzu viel steht in Sachen Bioenergie nicht drin im Energiesammelgesetz – aus Sicht der Bioenergiebranche deutlich zu wenig, denn wenigstens eine mittelfristige Ausbauperspektive mit bekannten Ausschreibungsvolumina hätte man schon gerne.

Zumindest gibt es sanfte Hinweise, dass es in Sachen Bioenergie Nachbesserungen geben könnte. „Bei der Biomasse, aber auch bei der Photovoltaik gibt es noch Handlungsbedarf“, merkte Andreas Lenz (CSU) bei der ersten Lesung des Gesetzes am vergangenen Freitag im Bundestag an.

BEE-Präsidentin Simone Peter zur Post-EEG-Anlagenphase

„Bei der Solarenergie überwiegen die negativen Effekte“, heißt es in einer Bewertung des Sammelgesetzes durch den Branchendachverband BEE. Die geplante Sonderkürzung der PV-Vergütung um 20 Prozent zum Jahreswechsel stelle einen massiven Einschnitt in den Vertrauensschutz dar, sagt die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, Simone Peter.

Für die Wirtschaftlichkeit von Wind- und Photovoltaikanlagen ist es maßgeblich, dass der CO2-Preis zügig an die tatsächlichen CO2-Kosten angeglichen wird. Als Instrumente eignen sich eine nationale CO2-Steuer sowie ein regionaler CO2-Mindestpreis – oder noch besser: eine Kombination aus beiden.
– Simone Peter, BEE, im Grußwort zum neuen EUWID-Report zu Post-EEG-Anlagen

In einem Grußwort für den neuen EUWID-Report „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“ macht die BEE-Präsidentin deutlich, dass auch der Bestand an EEG-Anlagen verbesserte Rahmenbedingungen benötigt, um Perspektiven für einen erfolgreichen Weiterbetrieb zu entwickeln.

Post-EEG-Anlagen: Report + Dossier im Einzelverkauf
Wissensvorsprung in der Post-EEG-Phase
Die Inhalte des EUWID-Dossiers zur Post-EEG-Phase können ab sofort ohne Abo-Verpflichtung im Einzelverkauf erworben werden. Das entsprechende Paket besteht aus dem digitalen Vollzugriff auf alle Berichte (und spätere Aktualisierungen) im Dossier  für einen Zeitraum von einem Jahr und der Printausgabe des EUWID-Reports: „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“, der Ende November 2018 erscheint. Weitere Informationen zum Post-EEG-Paket finden Sie hier.

Wie die Regelungen des EEG 2017 mit Blick auf die Windenergie-Ausschreibungen wirken, macht eine aktuelle Analyse der Fachagentur Windenergie an Land deutlich. Es zeigt sich, dass von den Zuschlägen, die an Projekte ohne vorherige Genehmigung erteilt wurden, bislang gerade einmal 95,5 MW eine entsprechende Genehmigung erwirkt haben. Welche Anlagentypen sich seit dem Beginn der Windkraft-Ausschreibungen besonderer Beliebtheit erfreuen, lesen Sie hier.

Verkehrswende: Biomethan? Elektromobilität? Beides?

Ein weiterer Schwerpunkt der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie liegt auf der Verkehrswende. Die Bioenergiebranche bewertet gegenwärtig den Entwurf zur 38. BImSchV und hofft, dass auch Biomethan künftig viel stärker als gegenwärtig in der verkehrspolitischen Ausrichtung mit Zielrichtung Dekarbonisierung berücksichtigt wird. Derweil sehen mehrere Institute in einer gemeinsamen Analyse Vorteile beim Einsatz von Elektrofahrzeugen auch im Bereich des Straßengüterverkehrs. (Beitragsbild: hanohiki / stock.adobe.com)

Der Redaktionstipp: 3 Topthemen von EUWID Neue Energie

Simone Peter zur Post-EEG-Phase

„Für erfolgreichen Weiterbetrieb der EEG-Anlagen andere Rahmenbedingungen nötig“

Fachagentur Wind an Land zu den Ausschreibungen

Genehmigungserteilung für Windkraftanlagen aus Zuschlägen des Jahres 2017 stockt

Bioenergiebranche zum Energiesammelgesetz

Energiesammelgesetz: Auch die Bioenergiebranche ist nicht glücklich

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