Energiepreise sind im September stark gestiegen

82

Die Preise für Energie sind im vergangenen September so stark gestiegen wie bislang in keinem anderen Monat dieses Jahres. Gegenüber August legten sie um 1,2 Prozent zu. Einen deutlicheren Anstieg hatte es zuletzt im Dezember 2016 gegeben. Verglichen zu den Jahren 2012 bis 2014 müssen die deutschen Verbraucher allerdings immer noch deutlich weniger für Energie zahlen. Das ergibt die jüngste Auswertung des Energiepreismonitors durch die European Climate Foundation (ECF).

Haupttreiber der Entwicklung waren wie bereits Ende 2016 erneut die Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Da etwa das Angebot an Rohöl nur relativ mäßig ausgeweitet wurde und die Nachfrage dank der global anziehenden Konjunktur steigt, erhöhten sich die Preise für Rohöl im Schnitt weltweit um 6,1 Prozent, zitiert die ECF aus der monatlichen Analyse des Hamburger HWWI-Instituts. Für Europas Verbraucher wurde die Teuerung dabei zwar zu einem Teil aufgefangen, weil der Euro gegenüber dem Dollar aufwertete und dies die Importe beim Umrechnen generell verbilligt. Auch in Euro blieb so allerdings noch ein spürbarer Anstieg der Kosten für Rohöl – von 5,2 Prozent.

Heizölpreise legten von August auf September um knapp fünf Prozent zu

Den stärksten Einfluss durfte diese importierte Teuerung in Deutschland auf die Preise für Heizöl gehabt haben. Sie stiegen von August auf September um knapp fünf Prozent, was bei einem Anteil von gut zehn Prozent an den Energieausgaben der deutschen Verbraucher allein 0,5 Prozentpunkte des Anstiegs um 1,2 Prozent in der gesamten Energierechnung ausmacht.

Ebenfalls deutlich legten die Preise für Kraftstoffe in Deutschland zu: um 2,1 Prozent. Dies erklärt so gut wie den kompletten Rest der Energieteuerung im September. Dabei stiegen sowohl die Preise für Superbenzin (2,3 Prozent), als auch die für Diesel (1,7 Prozent) – allerdings jeweils langsamer als die (Netto-) Einkaufspreise. Die Mineralölwirtschaft fing einen Teil der höheren Rohstoffpreise beim Dieselpreis über ihre Margen auf; der Deckungsbeitrag, in dem die Margen enthalten sind, fiel hier um 11,3 Prozent.

Preise für Strom in diesem Jahr erstmals stabil

Erstmals unverändert blieben in diesem Jahr dagegen zuletzt die Preise für Strom. Sie blieben von August auf September stabil. Hier hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Anstiege gegeben, da unter anderem die Umlage für erneuerbare Energien in der Regel angehoben wurde, so das ECF. Im kommenden Januar werde es dagegen wieder eine leichte Senkung geben. Nur leicht gestiegen sind für Deutschlands Verbraucher zuletzt die Preise für Zentralheizung und Fernwärme (0,1 Prozent). Die Preise für Gas legten um 0,2 Prozent zu.

Lesen Sie auch:

VIK: Industriestrompreise im September deutlich angestiegen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein