Energieerzeugung und –speicherung: VDE|ETG ruft zur Mitarbeit im neuen Fachbereich auf

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Um Versorgungsunternehmen, Industrie und Forschung bei der Umsetzung der Energiewende wirkungsvoll zu begleiten, hat die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ETG) jetzt den Fachbereich „Erzeugung und Speicherung elektrischer Energie“ gegründet und ruft zur Mitarbeit auf.

Der neue Fachbereich erarbeitet Lösungswege für den reibungslosen Ausstieg aus der Kernenergie und Kohleverstromung. Weitere Schwerpunkte sind u.a. flexible Energiespeicherung und Ermittlung der CO2-armen gesicherten Leistung für das gesamte Energiesystem, teilte der VDE mit.

„Wir wollen uns verstärkt den Fragen einer sicheren, klimaverträglichen Stromerzeugung und -speicherung widmen und umsetzbare Lösungen erarbeiten, die die Energiewende in Deutschland und Europa erfolgreich vorantreiben“, erklärt Prof. Bernd Engel, Mitglied des VDE|ETG-Vorstands und Coach für den neuen Fachbereich. Der VDE|ETG-Vorstand habe deshalb zusammen mit dem wissenschaftlichen Beirat beschlossen, den Fachbereich „Zentrale und dezentrale Erzeugung“ in „Erzeugung und Speicherung elektrischer Energie“ umzubenennen und thematisch neu auszurichten.

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Weitere Mitstreiter gesucht

Während des Kick-offs haben die Mitglieder nun die ersten Arbeitsaufträge erarbeitet. „Wir suchen noch weitere Mitstreiter. Wer in dem Fachbereich gerne mit arbeiten möchte, wende sich bitte an etgvde.com“, appelliert Engel an Interessierte. Die nächste Sitzung findet am 26. Juni 2019 in Frankfurt statt.

Folgende Schwerpunktthemen soll der neue Fachbereich bearbeiten:

  • Wie kann der Energiemix in Deutschland in den Jahren 2020 bis 2050 sinnvoll entwickelt werden, um die politischen Ziele der Energiewende wie Klimaschutz, Ausstieg aus der Kernenergie und Ausstieg aus der Kohleverstromung zu erfüllen? 
  • Welcher Ausbau der fluktuierenden erneuerbaren Energien Sonne und Wind ist sinnvoll? Welche Rolle spielen die anderen erneuerbaren Energien wie Wasser, Biogas, Geothermie etc.?
  • Wieviel gesicherte Leistung braucht das Energiesystem in Deutschland? Wie kann die gesicherte Leistung möglichst CO2-arm erzeugt werden (u.a. mit BHKW mit Brennstoffzellen oder konventionell, GuD-Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, Power-to-Gas-to-Power)?
  • Welche dynamischen Eigenschaften muss die gesicherte Leistung haben, um zu dem fluktuierenden Leistungsangebot von Sonne und Wind zu passen?
  • Mit welchen technischen Weiterentwicklungen können einzelne Erzeugungsarten noch wirtschaftlicher gestaltet werden?
  • Wieviel Speicher und andere Flexibilitäten braucht das Energiesystem, sowohl im Tages- als auch im Jahreszeitverlauf?

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2 KOMMENTARE

  1. Die kommen ja reichlich früh!

    An manchen Tagen haben wir bereits über 70% Nettostrom aus Erneuerbaren! Die Kernkraftwerke laufen nur darum auf hohem Niveau, weil die Betreiber das Geld brauchen, um die teure Still-Legung zu stemmen. Die Kohlekraftwerke produzieren Überschussstrom, der ins Ausland exportiert wird. Beide behindern die notwendigen Prozesse mehr als dass sie die notwendige Versorgung absichern.

    Zudem gibt es mit Fraunhofer ISE und anderen Institutionen, die sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen und da fundiertes Wissen, Erfahrung, Expertise aufgebaut und praktikable Vorschläge vorgestellt haben.

  2. Die kommen ja reichlich früh!

    Wir haben bereits Tage mit bundesweit über 70% Erneuerbaren!

    Kernkraftwerke laufen derzeit nur darum auf Hochtouren, weil die Betreiber Geld verdienen wollen, bevor teuer rückgebaut werden muss. Mit Kohle sieht es nicht besser aus. Die behindern also mehr als dass sie nutzen.

    Außerdem gibt es mit Fraunhofer ISE und anderen bereits Institutionen, die seit Jahren fundiertes Wissen, Erfahrung und Expertise aufgebaut und praktikable Vorschläge vorgelegt haben.

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