Energieeffizienz im Gebäudebestand: Wie geht es weiter?

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Das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) am vergangenen Sonntag war für alle, die auf einen Austausch zu Fragen des Klimaschutzes und Perspektiven der Energiewende gehofft hatten, eine Enttäuschung. Die Themen wurden von den Journalisten nicht auf die Agenda gesetzt – und die Kandidaten nutzten ihre Freiräume nicht, um das zu korrigieren.

In ihrer Sommerpressekonferenz hatte Merkel zuvor aber immerhin in Aussicht gestellt, dass sie einen neuen Anlauf in Sachen steuerliche Förderung der Gebäudesanierung unternehmen will, sollte sie in der Folge der Bundestagswahl in ihre vierte Amtszeit als Kanzlerin gehen.

Die Aussagen der Kanzlerin zur Gebäudesanierung sind der Aufhänger des Titelthemas in EUWID Neue Energie 36/2017 zur Energieeffizienz von Gebäuden in Deutschland. Wie ist der aktuelle Status bei der Wärmewende und der energetischen Modernisierung der Bestandsgebäude? Und wie sind die Entwicklungen beim Neubau von Gebäuden?

Die “Giga-Factory” für Batteriezellen: TerraE-Geschäftsführer Gritzka im EUWID-Interview

Ein Thema, das auch nicht stattfand beim TV-Duell, war die Elektromobilität. Gesprochen wurde ausschließlich über die Diesel-Problematik. Aber was geschieht, wenn der Verbrennungsmotor mittel- und langfristig stark an Bedeutung verliert? TerraE-Geschäftsführer Holger Gritzka sieht einen Weg darin, dem Wegfall von Wertschöpfungsketten etwas entgegen zu setzen. Und dazu könnte eine „Giga-Factory“ zur Herstellung von Lithium-Ionen-Zellen beitragen. Wie der aktuelle Status des TerraE-Projekts ist, erläutert Gritzka im EUWID-Interview.

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Die Themen von EUWID Neue Energie 36/2017 im Überblick.

Die Kosten der erneuerbaren Energien im Vergleich zu fossilen Energien sind ein weiteres Schlüsselthema des Brancheninformationsdienstes. Aktuelle Analysen zeigen, dass die Erneuerbaren beim Vergleich der Gesamtkosten für neue Kraftwerke die Nase inzwischen deutlich vorne haben. Und auch, wenn die Umbaukosten für die Energiesysteme mit einrechnet, sind künftige Versorgungssysteme auf Basis regenerativer Energien nicht teurer als fossile Alternativen.

Schlüsselthemen von EUWID Neue Energie 36/2017 im Überblick:

Bioenergieanlagen leisten zunehmenden Beitrag zur Flexibilisierung

Das EEG 2017 wird nach Einschätzung der AEE zu einer weiteren Flexibilisierung von Bioenergieanlagen führen und damit stärker zum Ausgleich des wetterabhängigen Angebots von Wind- und Solarstrom beitragen.

„Niedriges Preisniveau stellt Windbranche vor große Herausforderungen“

Das sehr niedrige Preisniveau stellt die gesamte Windbranche mit allen beteiligten Wertschöpfungsstufen „vor große wirtschaftliche Herausforderungen“. Darauf weist der Projektierer Energiekontor im Halbjahresbericht hin.

„Technologiesprünge wird es in der Zellentwicklung nicht geben“

Das von TerraE gegründete Konsortium treibt die Pläne zum Bau einer „Giga-Factory“ in Deutschland voran. Im Gespräch mit EUWID gewährt TerraE-CEO Holger Gritzka Einblicke in Ziele und Perspektiven des Projekts.

Gesamtkosten: Neue fossile Kraftwerke teurer als Wind- und Solaranlagen

Blickt man auf die Errichtung neuer Stromerzeugungsanlagen, zeigt sich laut Öko-Institut, dass Wind und Solar in einer Gesamtkostenbetrachtung inzwischen an den fossilen Alternativen vorbeigezogen sind.

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