So schnell, wie es die GroKo ursprünglich einmal angepeilt hatte, geht es dann doch nicht. Zum Redaktionsschluss der jetzt erschienenen Ausgabe 6/2018 von EUWID Neue Energie haben Union und SPD jedenfalls noch intensiv über Inhalte und Formulierungen des Koalitionsvertrags verhandelt. Die Diskussionen zum Themenfeld Energie, Klima und Umwelt gehören dem Vernehmen nach aber nicht zu den besonders umstrittenen Themen, die einer Einigung noch im Wege stehen.

Über das, worauf sich die Verhandler im Zuge des Austauschs im Themenbereich Energie und Klima verständigt haben, berichten wir in Ausgabe 6/2018 von EUWID Neue Energie. Das bereits im Sondierungspapier formulierte 65-Prozent-Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch wollen Union und SPD im Koalitionsvertrag verankern.

GroKo will Energiespeicher für die Sektorkopplung stärken

Ansonsten finden sich an verschiedenen Stellen des vorläufigen Ergebnispapiers der Verhandlungsgruppe in den Bereichen Umwelt, Klima und Energie Vorschläge für eine Stärkung der Energiespeicher als wichtiges Element der Sektorkopplung. Geplant ist ein Fraunhofer-Institut für Speichertechnologien, und: „Deutschland soll wieder Standort für Batteriezellproduktion werden“.

Kapferer: “Besonders enttäuschend, dass sich GroKo nicht zu Reform des Abgaben- und Umlagesystems durchringen konnte”

Ein Ruck durch die Energiewirtschaft dürfte auf Basis dessen, was bekannt ist aus den Vereinbarungen, nicht gehen. Zumindest keiner, der von der Politik angestoßen wird. „Was die Arbeitsgruppe Energie und Klima zu Papier gebracht hat, ist in weiten Teilen mut- und kraftlos“, sagt BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Es sei „besonders enttäuschend“, dass sich die Verhandler nicht zu einer Reform des Abgaben- und Umlagensystems durchringen konnten. Eine Senkung der Stromsteuer hätte das Produkt Strom im Verkehrs- und Wärmemarkt wettbewerbsfähiger gemacht. „So bleibt das Bekenntnis zur Sektorkopplung heiße Luft.“

“Wirtschaftlicher Netzbetrieb”: Sonderthemenbereich in EUWID NE 6/2018

Ein zweiter Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie ist das Thema „Wirtschaftlicher Netzbetrieb“. Der Umbau des Energiesystems hin zu dezentralen Strukturen unter Einbindung zunehmend digitaler Kommunikations- und Steuerungsinstrumente bietet den Netzbetreibern Chancen, gleichzeitig knirscht es kräftig im bestehenden System, das nicht für diese Herausforderungen konzipiert wurde. In einem Sonderthemenbereich stellen wir die Herausforderungen und Rahmenbedingungen vor und erläutern, was sich unter anderem in der Abstimmung zwischen Übertragungsnetzbetreibern und Verteilnetzbetreibern tun muss, damit die Energiewende netzseitig effizient vorangebracht werden kann.

EUWID-Marktbericht für Altholz: Sonderfaktoren bringen heterogenes Gesamtbild

Der Bereich Bioenergie beinhaltet in Ausgabe 6/2018 den aktuellen EUWID-Marktbericht für Altholz. Der Marktbericht zeigt eine Vielzahl von Sonderfaktoren, die diesmal ein uneinheitliches Bild der Trends und Preisentwicklungen am Markt zeichnen.

Biokraftstoffe: Verbio-Chef kritisiert “Fake-Umweltschutz” im Verkehrssektor

Die Berichterstattung zur Geschäftsentwicklung des führenden Biokraftstoffproduzenten Verbio schließt den Kreis wieder zur politischen Rahmensetzung mit Blick auf die Energiewende. Verbio-Chef Claus Sauter zeigt sich enttäuscht von der politischen Flankierung der Branche durch die Politik und mag gar nur einen „Fake-Umweltschutz“ im Verkehrssektor entdecken.

EUWID Neue Energie

EUWID Neue Energie 5/2018 erscheint am 31. Januar und umfasst 57 Nachrichten, Berichte, Analysen und Übersichten auf 28 Seiten. Kernfragen der redaktionellen Arbeit des Teams von EUWID Neue Energie sind:

  • Wie gelingt der Umbau der traditionellen Energiewirtschaft hin zu einem auf regenerativen Quellen basierenden Energiesystem der Zukunft?
  • Und wie können die Akteure am Markt den Umbauprozess für sich ökonomisch und gewinnbringend gestalten?

Wenn Sie das Gesamtangebot von EUWID Neue Energie kostenlos testen möchten, dann folgen Sie diesem Link.

Und das sollten Sie in EUWID Neue Energie 6/2018 auf jeden Fall lesen:

Einen Alleingang in Sachen CO2-Bepreisung abseits des Emissionshandels wird es nicht geben – zumindest nicht im Koalitionsvertrag

Koalitionsverhandlungen: CO2-Steuer offenbar schon vom Tisch

Die jüngste EUWID-Befragung unter den Marktakteuren im Altholzsegment liegt vor:

EUWID-Marktbericht für Altholz: Vielzahl von Sonderfaktoren bringt uneinheitliches Bild an den Altholz-Märkten

Die Kosten für die Übertragungsnetze steigen. Hier lesen Sie, warum:

Übertragungsnetze: Vielfältige Ursachen für Kostensteigerung

Die Sektorkopplung als zentrale Aufgabe der Energiewende: Was der BEE dazu zu sagen hat, lesen Sie hier:

Mehr Schnittstellen schaffen: BEE will bessere Rahmenbedingungen für die Sektorkopplung

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