Enercon stärkt Portfolio für Schwachwind- und mittlere Standorte

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Der Windkraftanlagenhersteller Enercon will Ende 2018 und Ende 2019 zwei neue Anlagentypen in die Serienfertigung überführen. Wie das Auricher Unternehmen bekannt gab, basieren die beiden neuen Anlagentypen auf der 3-MW-Plattform EP3. Die E-126 EP3 und die E-138 EP3 seien für mittlere Standorte beziehungsweise für Schwachwindstandorte ausgelegt.

Neben deutlichen Leistungs- und Effizienzsteigerungen ständen bei den Neuentwicklungen optimierte Prozesse für Produktion, Transport & Logistik und Aufbau im Vordergrund, heißt es.

Reaktion auf veränderte Anforderungen im 3-MW-Segment

Mit den neuen Maschinen reagiert Enercon nach eigenen Angaben auf sich ändernde Anforderungen an die Anlagentechnologie im wichtigen 3-MW-Segment. Erreicht werde die Effizienzsteigerung vor allem durch eine Vergrößerung der Erntefläche und eine Steigerung der Nennleistung. Die E-126 EP3 soll über einen Rotordurchmesser von 127 Meter und eine Nennleistung von 3,5 MW verfügen. Ausgelegt sein wird sie für Standorte mit mittleren Windbedingungen der Klasse IIA (IEC).

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Illustration der geplanten Enercon E-138 EP3 (Quelle: Enercon)

Die E-138 EP3 erhält einen Rotordurchmesser von 138 Meter, ebenfalls 3,5 MW Nennleistung und wird für Schwachwindstandorte der Klasse IIIA (IEC) ausgelegt sein. „An Standorten mit mittlerer Windgeschwindigkeit von 8,0 m/s in Nabenhöhe wird die neue E-126 EP3 somit über 13 Prozent mehr Ertrag bringen als unsere aktuelle E-115“, betont Arno Hildebrand, Leiter System Engineering bei Enercons Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft WRD. Prognostiziert sind für einen typischen Windklasse-IIA-Standort (8,0 m/s) bei einer Nabenhöhe von 135 Meter Jahresenergieerträge von mehr als 14,5 GWh.

E-138 EP3 soll Jahresertrag von 13,2 GWh bei 7,0 m/s erreichen

Für die E-138 EP3, bei der es sich um einen komplett neuen Anlagentyp in Enercons EP3-Portfolio handele, in dem es bislang noch keine Schwachwindanlage gibt, gehen die Entwickler an einem typischen Schwachwindstandort mit 7,0 m/s durchschnittlicher Windgeschwindigkeit in 131 Meter Nabenhöhe von Jahresenergieerträgen von mehr als 13,2 GWh aus.

Beide Anlagentypen würden „konsequent auf Effizienz getrimmt“, heißt es weiter. Sämtliche Abläufe – von der Produktion über Transport & Logistik bis Aufbau und Inbetriebnahme – sollen optimiert werden. Verfügbar sein sollen die E-126 EP3 und die E-138 EP3 mit verschiedenen Hybrid- und Stahlrohrtürmen mit Nabenhöhen von 81 bis 160 Meter.

Prototyp von E-126 EP3 soll im dritten Quartal 2018 installiert werden

Im dritten Quartal 2018 ist die Installation des E-126 EP3 Prototyps vorgesehen, der Start der Serienfertigung soll dann Ende 2018 erfolgen. Im vierten Quartal 2018 plant Enercon die Errichtung des E-138 EP3 Prototyps, gefolgt von einigen Vorserien-Maschinen in 2019 und dem Start der Serienproduktion in Ende 2019.

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