Der Aufsichtsrat von enercity hat grünes Licht für den Erwerb der Ventotec-Gruppe gegeben. Damit erwerbe enercity ein Portfolio aus Bestandswindparks und einer „vielversprechenden“ Windprojektpipeline in Deutschland, berichtet die Marke der Stadtwerke Hannover. Enercity werde damit zu einem der führenden Akteure auf dem deutschen Onshore-Windmarkt.

Konkret erhält enercity einen Bestand von Windparks mit einer Leistung von 220 MW der Ventotec-Gruppe, die ihren Sitz in Leer hat. Damit steige die jährlich Stromerzeugung aus Wind im Portfolio von enercity von derzeit rund 200 GWh auf über 560 GWh und werde nach Umsetzung der Projektpipeline in den nächsten Jahren auf deutlich über 1.000 GWh pro Jahr wachsen.

Enercity erwirbt auch Betriebsführungsgesellschaft itec

Neben den Projekten übernimmt enercity auch die Betriebsführungsgesellschaft itec zu 100 Prozent, die derzeit für die Betriebsführung von Windparks mit insgesamt rund 740 MW Leistung verantwortlich ist.

„Mit diesem Deal kommen wir bei unserem Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien auf 50 Prozent zu erhöhen, einen deutlichen Schritt voran“, sagt enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva zur Ausweitung des zukünftigen Windgeschäfts. „Wir übernehmen aber nicht nur Windprojekte, sondern auch eine schlagkräftige Mannschaft, mit der wir für unsere zukünftigen Pläne sehr gut aufgestellt sind.“

Stecker: “Bin mir sicher, mein Lebenswerk in zuverlässige Hände zu geben”

Ventotec ist seit 20 Jahren im Windmarkt tätig und hat in diesem Zeitraum mehr als eine Mrd. € in rund 430 Windanlagen mit rund 800 MW Leistung investiert. Darüber hinaus verfügt Ventotec den Angaben zufolge über weitere vorentwickelte Projekte in Deutschland, die ein Vielfaches dieser Leistung umfassen. Mit enercity habe man einen Partner gefunden, „der sehr gut zu uns passt“, sagt Ventotec-Eigentümer Helmer Stecker. „Ich bin mir sicher, mein Lebenswerk in zuverlässige Hände zu geben und dass enercity die Ventotec-Gruppe in meinem Sinne ausbauen und die Projekte erfolgreich weiterentwickeln wird.“

Aktuelles zur Onshore-Windkraft bei EUWID Neue Energie:

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