Der Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Encavis hat einen guten Auftakt für das Geschäftsjahr 2020 hingelegt. Laut eigener Angaben konnten im ersten Quartal alle Erwartungen hinsichtlich der operativen Performance als auch die Erwartungen des Kapitalmarkts übertroffen werden, wobei das Unternehmen vom Ausbau der Kapazitäten profitiert habe. Die Auswirkungen von COVID-19 auf die Geschäftsentwicklung des Encavis-Konzerns seien vergleichsweise gering gewesen, wie das Unternehmen im Rahmen der heutigen Veröffentlichung des Quartalsberichts mitteilte. Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr.

Der Umsatz legte im ersten Quartal 2020 um 9,7 Prozent auf 65,2 Mio. € zu (Q1.2019: 59,5 Mio. €). Den Umsatzanstieg führt Encavis vornehmlich auf den Erwerb von acht im Betrieb befindlichen Windparks in Dänemark mit einer Gesamtkapazität von rund 81 MW im Dezember 2019 sowie auf den Volljahreseffekt unterjährig 2019 ans Netz angeschlossener Parks zurück. Ebenso habe das höhere Windaufkommen in Deutschland und Frankreich die positive Umsatzentwicklung begünstigt.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist um 13,2 Prozent auf 50,6 Mio. € angestiegen (Q1.2019: 44,7 Mio. €). Die Ebitda-Marge verbesserte sich um zwei Prozentpunkte auf 78 Prozent. Das operative Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (Ebit) erreichte 28,1 Mio. €, was einem Plus von 20,0 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht (Q1.2019: 23,4 Mio. €) und resultierte in einer Ebit-Marge von 43 Prozent gegenüber 39 Prozent im Vorjahr. Insgesamt erzielte Encavis ein operatives Konzernergebnis in Höhe von 13,5 Mio. € nach 7,9 Mio. € im Jahr zuvor. Der operative Cashflow profitierte von einem Einmaleffekt in Höhe von 18 Mio. € und erreichte 50,8 Mio. € nach 15,9 Mio. € im Vorjahresquartal.

Nach dem positiven Jahresauftakt im ersten Quartal erwartet der Vorstand eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses und bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 und geht von einer Steigerung der Umsatzerlöse auf über 280 Mio. € aus (2019: 273,8 Mio. €, wetteradjustiert 263,3 Mio. €). Das operative Ebitda werde sich voraussichtlich auf über 220 Mio. € erhöhen und das operative Ebit auf über 130 Mio. €. Für den operativen Cashflow werde ein Ergebnis von mehr als 200 Mio. € erwartet.

Encavis und GreenGo begründen Partnerschaft über 500 MW+ Solarportfolio in Dänemark

Positiv ist auch der Ausblick auf die jüngst geschlossene Entwicklungspartnerschaft mit der GreenGo Energy Group a/s über ein 500 MW+ großes Portfolio an subventionsfreien Solarprojekten in Dänemark. Damit sichere sich Encavis exklusiv ein Entwicklungsportfolio von mehr als 500 MW, dessen breite Streuung über ganz Dänemark bereits eine ausreichende Risikodiversifikation sicherstelle. Für das Großprojekt in Ringkøbing Skjern an der Westküste Jütlands sei der Baubeginn noch im Laufe dieses Jahres geplant.

„Wir sind sehr gespannt auf diese neue Partnerschaft mit GreenGo und dem Mermaid-Portfolio an dänischen Solarprojekten“, erklärte Dierk Paskert, CEO der Encavis AG. „Wir kennen Dänemark bereits sehr gut aufgrund unseres wachsenden Windportfolios, und eine Solarbeimischung in dieser Größenordnung macht durchaus Sinn. Wir schauen voraus und freuen uns, zur Energiewende in Dänemark beitragen zu können.“

Dänemark erwartet Nachfragewachstum auf bis zu 71 TWh bis 2030

Laut Karsten Nielsen, CEO der GreenGo, erwartet das Klimabündnis Dänemarks ein Nachfragewachstum auf bis zu 71 TWh bis 2030, eine Verdopplung gegenüber 2020, primär getrieben durch Datenzentren, E-Mobilität, Heizungen und Power-to-X. „Sicherlich ein historischer und alles verändernder Moment für Dänemark, und vermutlich das größte erwartete Nachfragewachstum nach Elektrizität pro Kopf weltweit“, so Nielsen. „Vorausschauend betrachtet ist nun die Zeit gekommen, zu beweisen, dass Solarparks plus Energiespeicherung die zukünftige Säule der regenerativen Energieerzeugung in Dänemark sein kann.“ Solar wird nach Einschätzung des CEOs sowohl die Onshore-Windenergie und in Teilen sogar die Offshore-Windenergie in Bezug auf die Levelised Costs of Energy (LCOE) ablösen.

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(Beitragsbild: bank_jay – stock.adobe.com)

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