EnBW zuversichtlich, das Ergebnisziel für 2020 bereits in diesem Jahr zu erreichen

Investitionen steigen durch Erwerb von Valeco und Plusnet

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Mit einem Zuwachs von fast 39 Prozent bei den erneuerbaren Energien in den ersten 9 Monaten zeigt sich die Energie Baden-Württemberg AG (EnbW) zuversichtlich, das Ergebnisziel für 2020 bereits in diesem Jahr zu erreichen. Bei der Vorlage der Zahlen für die ersten drei Quartale bestätigte der Finanzvorstand des Karlsruher Energiekonzerns, Thomas Kusterer, die Ergebnisprognose unverändert.

„Dies vor allem mit Blick auf die im vierten Quartal neu hinzukommenden Ergebnisbeiträge unserer Offshore-Windparks Hohe See und Albatros sowie die stabilen Ergebnisbeiträge bei den Netzen. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, unser strategisches Ziel für das Geschäftsjahr 2020 von 2,4 Mrd. € bereits in diesem Jahr zu erreichen, wohlwissend, dass wir dafür auch in unseren Effizienzanstrengungen nicht nachlassen dürfen“, meinte er.

Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Adjusted Konzernüberschuss erhöhte sich von 397 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf aktuell rund 507 Mio. € für die ersten neun Monate 2019. Mit einem operativen Ergebnis (Adjusted Ebitda) von rund 1,69 Mrd. € setzte die EnbW in den ersten 9 Monaten ihren Kurs erfolgreich fort. Das Adjusted Ebitda liegt damit um 7,4 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres (1,57 Mrd. €). Der von den Geschäftsbereichen Erneuerbare, Netze, Vertriebe sowie Erzeugung und Handel erzeugte Umsatz betrug 14,37 Mrd. € (-3,2 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 22.934, dies entspricht einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Adjusted Ebitda bei Erneuerbaren steigt auf 298,6 Mio. €

Im Segment erneuerbare Energien stieg das Adjusted Ebitda in den ersten neun Monaten 2019 deutlich auf 298,6 Mio. €, was einem Plus von 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, heißt es in einer Mitteilung. Diese Verbesserung sei zum einen auf die Ergebnisbeiträge der Ende letzten Jahres in Schweden erworbenen Onshore-Windparks sowie auf insgesamt bessere Windverhältnisse bei den Onshore und Offshore Windparks in Deutschland zurückzuführen. Seit Beginn des dritten Quartals trage zudem das französische Unternehmen Valeco zum Ergebnis bei. Die Offshore-Windparks Hohe See und Albatros sollen im vierten Quartal 2019 zum Ergebnis beitragen.

Die Investitionen des EnBW-Konzerns haben sich mit rund 2,13 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr (1,02 Mrd. €) verdoppelt. Dies liege wesentlich am Erwerb des Wind- und Solarunternehmens Valeco sowie dem Erwerb der Plusnet GmbH. Beide Unternehmen unterstützen die strategische Ausrichtung der EnBW. Weitere Investitionen flossen in die Fertigstellung der Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros, die vor der Inbetriebnahme stehen. Alle 87 Anlagen sind fertig errichtet. Noch vor Jahresende sollen beide Windparks mit einer Leistung von insgesamt 609 MW ans Netz gehen.

„Dabei ist uns bewusst, dass die mit Valeco und Plusnet vorgezogenen Wachstumsinvestitionen natürlich auch unseren finanziellen Anspannungsgrad erhöhen. Zusätzlich belastend wirkt das Niedrigzinsumfeld mit Blick auf unsere Pensions- und Kernenergierückstellungen. Entsprechend sorgfältig werden wir unsere weiteren Investitionen planen und steuern“, so Kuster.

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Beim Netzgeschäft weiterhin positive Entwicklung

Das Geschäftsfeld Netze hat sich den Angaben zufolge weiter positiv entwickelt. Das Adjusted Ebitda liegt bei 1.024,6 Mio. € und erhöhte sich damit in den ersten neun Monaten 2019 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Einfluss auf die positive Ergebnisentwicklung haben die gestiegenen Erlöse aus Netznutzung, insbesondere aufgrund gestiegener erforderlicher Investitionen in die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit der Netze, heißt es.

Im Segment Vertriebe lag das Adjusted Ebitda in den ersten neun Monaten 2019 bei 187,4 Mio. € und damit um 7,5 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Abweichung ist im Wesentlichen auf gestiegene Beschaffungskosten für Strom und Gas zurückzuführen. Seit Beginn des dritten Quartals trägt auch das Kölner Telekommunikations-Unternehmen Plusnet, das im Juni 2019 erworben wurde, zum Ergebnis bei.

Das Segment Erzeugung und Handel liegt in den ersten neun Monaten 2019 bei einem Adjusted Ebitda von 192,6 Mio. € und mit plus 0,6 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Terminpreise für die an den Großhandels- märkten verkauften Stromengen gestiegen. Gegenläufig wirkte der Entfall positiver Einmaleffekte, die das Ergebnis im Vorjahr geprägt hatten, sowie die unplanmäßige Verlängerung der Revisionen in den Kraftwerken Neckarwestheim und Philippsburg.

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