EnBW baut derzeit größtes Offshore-Projekt Deutschlands

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Das Schiff „Pacific Osprey“ vor dem Beladen der Fundamente (Quelle: EnBW)

Die EnBW baut in der Nordsee zwei neue Windparks. Die 87 Windkraftanlagen mit 609 MW sollen der Leistung eines Kohlekraftwerks gleichkommen. „EnBW Hohe See und Albatros sind zusammen das größte Offshore-Projekt, das aktuell in Deutschland gebaut wird“, erklärt Dirk Güsewell, Leiter Portfolioentwicklung der EnBW. Dadurch festige EnBW seine Position als einer der führenden Offshore-Projektentwickler und –betreiber in Deutschland, so Güsewell. Ende 2019 sollen beide Windparks in Betrieb gehen und jährlich rund 2,5 TWh Strom erzeugen. Mit dieser Energie lassen sich rund 1,9 Mio. t CO² einsparen.

95 km nördlich von Borkum und 100 km nordwestlich von Helgoland liegt EnBW Hohe See. Albatros entsteht in direkter Nachbarschaft. In diesem Jahr werden die Fundamente und die Umspannstation Hohe See gesetzt und die Kabel im Windpark verlegt. 2019 sollen die Windkraftanlagen und die Umspannstation Albatros errichtet werden.

Siemens Gamesa-Turbinen SWT-7.0-154 im Einsatz

Siemens Gamesa wurde mit der Lieferung und Installation der 87 Windturbinen vom Typ SWT-7.0-154 beauftragt – inklusive der Fundamente und der Umspannstation Albatros. Vertragspartner für die Innerparkverkabelung ist die VBMS GmbH, für die Umspannplattform Hohe See ein Konsortium aus ENGIE Fabricom, Iemants NV und CG Holdings Belgium NV.

Kanadische Enbridge Inc. an Parks beteiligt

Das kanadische Energieinfrastruktur-Unternehmen Enbridge Inc. hat 49,9 Prozent an beiden Windparks übernommen. Die EnBW behält jeweils die restlichen 50,1 Prozent.

Die EnBW verfolgt eigenen Angaben zufolge das Ziel, bis zum Jahr 2020 erneuerbare Energien zu einer der tragenden Säulen ihres Geschäfts auszubauen. In der Ostsee betreibt die EnBW bereits die Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 und Baltic 2. Im April 2017 hat sich die EnBW in der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland mit dem Zuschlag für den Offshore-Windpark „He Dreiht“ durchgesetzt. Das EnBW-Gebot für den Bau des 900 MW starken Projekts kommt ohne EEG-Subventionen aus. Mit dem Zuschlag ist nun der Weg frei für eines der größten geplanten Offshore-Projekte in Europa.

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