ElringKlinger verkauft Geschäft um stationäre Brennstoffzellen

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Brennstoffzellen Stack von ElringKlinger
Quelle: ElringKlinger

Der Autozulieferer ElringKlinger trennt sich von seinem Geschäft um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle. Die Beteiligung an der New Enerday GmbH in Neubrandenburg werde an die Sunfire GmbH in Dresden verkauft, teilte das Unternehmen am Freitag vergangener Woche mit. Über die Höhe des Verkaufspreises wurde beiderseitig Stillschweigen vereinbart. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion ist für den 30. September 2018 vereinbart.

Als Grund gibt das Unternehmen an, sich auf die für mobile Anwendungen relevante NiedrigtemperaturBrennstoffzelle, die sogenannte PEM-Brennstoffzelle, konzentrieren zu wollen. ElringKlinger bietet PEM-Brennstoffzellenstacks für Fahrzeuge jeder Art an. Diese auf Wasserstoff als Energieträger basierende Technologie will das Unternehmen in Zukunft weiter vorantreiben, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Wolf.

Der Hochtemperatur-Brennstoffzellentyp SOFC hingegen wird mit Methan aus Erd-, Bio- oder Flüssiggas betrieben und ist insbesondere für stationäre Anwendungen geeignet. Damit ergänzt das SOFC-Geschäft das Produktportfolio der sunfire GmbH um kleine Brennstoffzellengeräte für netzunabhängige Stromversorgung und micro-KWK-Lösungen für Einfamilienhäuser. Der Energiespezialist aus Dresden entwickelt und produziert große SOFC-Brennstoffzellengeräte sowie Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Gasen und Kraftstoffen.

Im vergangenen Jahr trug das Geschäft mit Hochtemperatur-Brennstoffzellen bei ElringKlinger rund 600.000 € zum Konzernumsatz von knapp 1,7 Mrd. € bei. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein SOFC-Umsatz in vergleichbarer Größenordnung des Vorjahres erwartet. Der Konzern muss den SDax kommende Woche verlassen, weil er die Indexregeln der Deutschen Börse nicht mehr erfüllt. ElringKlinger beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter an 45 Standorten weltweit.

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