Elektromobilität: VDE definiert Anforderungen an Ladeinfrastruktur

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Technische Anforderungen an Ladeeinrichtungen für die Elektromobilität hat jetzt das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) definiert. Mit dem Entwurf der Anwendungsregel „Technische Anschlussregeln Niederspannung“ E VDE-AR-N 4100 (TAR Niederspannung) schaffe das Forum Voraussetzungen für die Integration größerer Stückzahlen von Elektroautos in die Niederspannungsnetze, sagt Heike Kerber, Geschäftsführerin von VDE|FNN.

Künftig müssen Ladeeinrichtungen ab einer Bemessungsleistung größer 4,6 kVA beim Netzbetreiber angemeldet werden. Außerdem müssen Ladeeinrichtungen künftig die Fähigkeit besitzen, netzdienlich einsetzbar zu sein und geregelt Blindleistung bereit zu stellen.

Technische Anforderungen an Speicher neu aufgenommen

Neu aufgenommen wurden außerdem technische Anforderungen an Speicher, die bisher als FNN-Hinweis „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“ (2016) vorlagen. Die TAR Niederspannung definiert, welche Rückwirkungen Speicher und Erzeugungsanlagen auf das Netz haben dürfen. Mit der neuen TAR Niederspannung entstehe ein neues, einheitliches Regelwerk für diese Spannungsebene, heißt es weiter. VDE|FNN behebe damit den Zustand, dass diese Anforderungen an Kundenanlagen aktuell noch auf mindestens neun Unterlagen verteilt seien. Das Dokument gilt für Bezugs- und Erzeugungsanlagen. Zusätzlich gilt für Erzeugungsanlagen weiter auch die Anwendungsregel „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ (VDE-AR-N 4105).

Änderungsvorschläge zur TAR Niederspannung können bis 28. Juni abgegeben werden

Der Entwurf ist über die Webseite von VDE|FNN (www.vde.com/de/fnn) verfügbar. Bis 28. Juni 2017 können Änderungsvorschläge abgegeben werden. Informationen hierzu unter www.vde.com/fnn-stellungnahme.

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