Die Elektromobilität hat in den vergangenen Monaten große Sprünge gemacht bei den Zulassungszahlen. Und auch wenn dabei viele Hybridfahrzeuge fossile Energie (mit)nutzen, steigt die Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge auf den Straßen mit enormen Wachstumsraten. Die Elektromobilität koppelt den Verkehrssektor an den Stromsektor – und wird dort durchaus zur Herausforderung.

EUWID Neue Energie 10.2021 widmet den Titelbereich der Ausgabe der energiewirtschaftlichen Perspektive einer wachsenden Zahl an Elektroautos. Wie viele Ladesäulen werden im Jahr 2030 benötigt? Die Bundesregierung peilt eine Million an. Der Branchenverband BDEW spricht sich für eine dynamische Bewertung des Bedarfs aus. Klar ist: Der Bestand an Ladeinfrastruktur muss massiv ausgebaut werden. Dadurch stehen insbesondere die Verteilnetzbetreiber vor Herausforderungen, ein Aspekt, der sich auch in den Investitionsplänen der Netzbetreiber widerspiegelt, wie ein aktueller Bericht der Bundesnetzagentur zeigt.

Welche Förderprogramme gibt es für Unternehmen und Kommunen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur? Hier geht’s zur EUWID-Übersicht.

Bis die Elektromobilität den riesigen Bestand an fossil betriebenen Fahrzeugen im Pkw-Bereich verdrängt hat, wird es wohl noch eine lange Zeit dauern. Hier setzt die Kritik der Biokraftstoffbranche an, die es für sinnvoll und erforderlich hält, sofort verfügbare Dekarbonisierungspotenziale durch den Einsatz von biogenen Energien im Verkehr zu nutzen. Die Verbände fordern nachdrücklich dazu auf, die Weichenstellungen entsprechend zu überprüfen.

Wenn die Elektromobilität bestmöglich in das Energiesystem eingebunden werden soll, dann werden hierfür digitale Lösungen benötigt, die eine geeignete Belastungssteuerung des Netzes ermöglichen. In Sachen Digitalisierung gibt es allerdings noch viel Nachholbedarf – und jetzt hat das OVG Münster den verpflichtenden Einbau von zertifizierten Smart-Metern erst einmal gestoppt. (Nachweis für Beitragsbild: EUWID)

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