Der Bundeswirtschaftsminister freut sich: Die Nachfrage aus der Industrie nach Fördermitteln zum Bau einer Batteriezellfertigung ist groß. Mehr als 30 Unternehmen hätten Interesse bekundet, darunter Batteriehersteller, Chemieunternehmen – und die Automobilindustrie, berichtet Peter Altmaier (CDU).

EUWID Neue Energie widmet sich in Ausgabe 13/2019 auf dem Titel dem aktuellen Status in der Diskussion um die Perspektiven von Elektromobilität und Batteriezellfertigung. Bei den Automobilherstellern hat in den vergangenen Jahren ein Umdenken in Sachen Elektromobilität stattgefunden. Am deutlichsten wird dies bei VW: Das Unternehmen, das maßgeblich in den Dieselkanal verwickelt war, setzt nun voll auf die Karte Elektromobilität – und stößt damit auch in der eigenen Branche auf manches Stirnrunzeln.

Auch der Druck auf die Politik, die Branche beim Strukturwandel zu unterstützen, wächst. So fordern neben der Automobilbranche auch Energieversorger und Handel mehr Tempo beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ob Elektromobilität, Biokraftstoffe oder Wasserstoffmobilität: Die Politik ist gefordert, die Weichen in Richtung Dekarbonisierung des Verkehrssektors zu stellen – und unbequeme Entscheidungen werden sich nicht vermeiden lassen, wenn die Klimaziele ernst genommen werden. Nach Auffassung vieler Beobachter macht die Bundesregierung ihren Job in dieser Frage gegenwärtig nicht wirklich gut.

Es ist und bleibt die originäre Aufgabe der Politik, die Energiewende auch im Verkehrssektor umzusetzen
– Robert Busch, bne

Auch die Arbeitsgruppe 1 der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ hat sich in ihrer Sitzung vom gestrigen Dienstag nach Bewertung des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft nur auf einen „Minimal-Kompromiss“ geeinigt. Das Wissen, mit welchen Instrumenten die energie- und klimapolitischen Ziele zu erreichen sind, sei vorhanden, sagt bne-Geschäftsführer Robert Busch. „Es ist und bleibt damit die originäre Aufgabe der Politik, die Energiewende auch im Verkehrssektor umzusetzen“.

Post-EEG-Phase im Biogasbereich: Flexibilisierung als Voraussetzung

Stirnrunzeln umschreibt auch die Mimik nicht weniger Biogasanlagenbetreiber mit Blick auf das Auslaufen der EEG-Förderung. Ein Praxisbeispiel dafür, wie sich Anlagenbetreiber auf die Post-EEG-Phase vorbereiten können und an welchen Stellschrauben zu drehen ist, um die Anlage zukunftsfähig zu machen, finden Sie hier. Der Schlüssel liegt in der Flexibilisierung, um Vermarktungspotenziale zu heben – und um die Anlagen für eine Anschlussförderung vorzubereiten, sofern sie sich in den entsprechenden EEG-Ausschreibungen erfolgreich durchsetzen.

Post-EEG-Anlagen: Report + Dossier im Einzelverkauf
Jetzt auf die Post-EEG-Phase vorbereiten
Die Post-EEG-Phase rückt immer näher und Betreiber stehen vor grundlegenden Entscheidungen. EUWID bietet hierzu einen neuen Informationsservice an. Die Inhalte des EUWID-Dossiers zur Post-EEG-Phase können ab sofort ohne Abo-Verpflichtung im Einzelverkauf erworben werden. Das entsprechende Paket besteht aus dem digitalen Vollzugriff auf alle Berichte (und spätere Aktualisierungen) im Dossier für einen Zeitraum von einem Jahr und der Printausgabe des EUWID-Reports: „Was mache ich mit meiner EEG-Anlage nach dem Ende der Förderung?“. Weitere Informationen zum Post-EEG-Paket finden Sie hier.

Wie sich die EEG-Ausschreibungen nach acht Runden im Windenergie-Bereich ausgewirkt haben, hat die Fachagentur Windenergie an Land ausgewertet. Es zeigt sich, dass insbesondere das Land Brandenburg ein großer Gewinner ist: Seit der ersten Ausschreibung im Jahr 2017 hat das Land 132 Zuschläge mit 1.299 MW Leistung auf sich vereinigen können – mehr als jedes andere Bundesland. Gewinner sind auch die Anlagenhersteller Enercon und Vestas, die einen Großteil der bislang genehmigten Projekte für sich gewinnen konnten.

(Beitragsbild: VW-Chef Herbert Diess erläutert die E-Mobilitätsstrategie seines Unternehmens – Quelle: Friso Gentsch / VW)

Redaktionstipp – Das sollten Sie im Blick haben:

2Überblick über aktuelle Projekte und Trends im Abwärmebereich

Potenziale der Abwärmenutzung

4Einblicke und laufende Aktualisierungen rund um das Thema PPA

Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend?

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