Elektrobus zum Test: BYD geht auf Kommunen und Städte zu

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Bildquelle: Fenecon / BYD

In China hat die Elektromobilität zuletzt trotz reduzierter Förderung eine sehr robuste Entwicklung hingelegt, inzwischen entfallen rund 40 Prozent der globalen Investitionen in die Elektromobilität auf das Reich der Mitte. Das Unternehmen BYD steht im Zentrum dieser Entwicklung und will seine Umsätze bis zum Jahr 2025 auf mehr als 100 Mrd. € steigern, schon im laufenden Jahr soll die 10-Mrd.-€-Marke überschritten werden.

Über den Technologie- und Vertriebspartner Fenecon geht BYD jetzt in Deutschland auf Kommunen und Städte zu. Sie sollen im Rahmen einer Sonderaktion, die bis zum 30. März läuft, die Möglichkeit haben, den zwölf Meter langen Niederflur-Bus BYD 12m zu vergünstigten Konditionen zu testen.

380 kWh-Batterie ermöglicht Reichweite von rund 300 Kilometern

Das barrierefreie Modell verfügt den Angaben zufolge über 26 Sitz- und 42 Stehplätze in einer typischen Linienbuskonfiguration, da der gesamte Passagierraum frei von Batteriefächern ist. Auch die Ausstattung für Fahrgäste biete mit einer 380 kWh-Batterie, LED-Leuchten und automatischen Feuerlöschsystem den neuesten Stand der Technik, heißt es bei Fenecon. Die Reichweite des bis zu 70 km/h schnellen Wagens liegt den Angaben zufolge bei etwa 300 Kilometern, bei einer Vollladezeit von circa fünf Stunden.

In Deutschland beschränke sich die Diskussion rund um Schadstoffbelastungen noch zu oft auf Automobile, meint Norbert Gabriel, Leiter E-Mobilität bei Fenecon. „Dabei sollte auch insbesondere der öffentliche Personennahverkehr miteinbezogen werden, weil dieser überwiegend in den städtischen Zentren stattfindet, wo die Feinstaubdichte besonders hoch ist.“ Hier bildeten Elektro-Busse eine „ausgereifte und günstige Möglichkeit, aktiv zu werden“, so Gabriel weiter. Gerade für Kommunen und Städte, die ihren Strom zum Beispiel mit eigenen Solarkraftwerken erzeugten, böten sich neben den Umweltvorteilen so auch enorme Potenziale zur Kostensenkung.

Großprojekt in Shenzen: Elektrobusse sollen Luftqualität verbessern

Die Omnibusse der BYD-12m-Baureihe entstehen den Angaben zufolge inzwischen auch im ungarischen BYD-Werk in Komárom, das zwischen Budapest und Bratislava an der Grenze zur Slowakei liegt. Für den chinesischen Markt fertigt BYD derzeit vor Ort eine Bus-Flotte für die Großstadt Shenzen. Hier tragen bereits mehrere Tausend Elektrobusse dazu bei, die Luftqualität der Großstadt im Reich der Mitte zu verbessern – früher liefen die Busse des Nahverkehrs dort zum großen Teil mit Dieselantrieb.

Rund um den Globus sind bereits mehr als 10.000 BYD-Busse im Einsatz, was BYD-Produkt zum weltweit meistverkauften Elektro-Bus mache. Der Flughafen Amsterdam zählt ebenso zu den Nutzern wie die Stadt London, wo sogar eine Doppeldecker-Variante fährt. In Deutschland haben unter anderem Bonn, Berlin und Passau den Bus bereits erfolgreich getestet.

Studie: Elektromobilität senkt Kohlendioxidemissionen

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