Eisiger Winter in Texas wird für RWE teuer

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Bildquelle: RWE

Die eisigen Temperaturen in Texas werden für RWE teuer. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Segments Onshore Wind/Solar in 2021 werde voraussichtlich insgesamt mit einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Mio.-€-Betrag belastet, teilte RWE mit. Teile des Windenergie-Anlagenparks von RWE sind aufgrund von Vereisung und Netzprobleme außer Betrieb.

In den USA herrschen bis hinunter in die Golfregion extreme winterliche Wetterbedingungen mit außergewöhnlich niedrigen Temperaturen und Vereisungen. Dies hat zu einer geringen Verfügbarkeit von Stromerzeugungsanlagen in Texas geführt. Ercot, der texanische Netzbetreiber, sei gezwungen gewesen, rotierende Stromabschaltungen anzuordnen, „mit Folgen für Millionen von Kunden in Texas“. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, rief als Reaktion auf das strenge Winterwetter den Katastrophenalarm aus und US-Präsident Joe Biden genehmigte die texanische Notstandserklärung.

Die eisigen Temperaturen hätten „über alle Technologien hinweg“ zu erheblichen Ausfällen in der Stromerzeugung geführt. Angesichts der Gesamtsituation ist seit dem 9. Februar auch ein Teil der Onshore-Wind-Portfolios von RWE in Texas aufgrund von Vereisungen und Netzproblemen außer Betrieb.

Die RWE-Betriebsteams konzentrierten sich derzeit darauf, die betroffenen Windturbinen wieder vollständig in Betrieb zu nehmen. „Die sichere Wiederaufnahme des Betriebs an unseren Produktionsstandorten hat absolute Priorität“, betonte Silvia Ortín Rios, Chief Operating Officer (COO) Wind Onshore und Solar Photovoltaics Americas von RWE Renewables.

Stromeinkaufspreise schnellen auf bis zu 9.000 US-Dollar/MWh in die Höhe

Das extreme Wetter wirkte sich laut RWE auch auf die Strompreise aus. Die hohe Stromnachfrage der Haushalte in Kombination mit der geringeren Stromproduktion und Anlagenverfügbarkeit führte zu hohen Strommarktpreisen. Da RWE Teile der erwarteten Produktion aus Windkraftanlagen im Voraus verkauft hatte, musste das Unternehmen die fehlenden Mengen zukaufen, um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Die „ohnehin bereits hohen Strompreise“ seien dabei durch eine Anordnung des texanischen Netzbetreibers weiter angehoben worden. Dadurch stiegen die Stromeinkaufspreise für die Erzeuger auf bis zu 9.000 US-Dollar pro Megawattstunde (MWh).

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