Einstieg von EDF: e2m will Wachstumskurs im internationalen Geschäft vorantreiben

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Die französische EDF steigt beim Direktvermarkter Energy2market GmbH (e2m) ein. Wie e2m mitteilt, haben seine Gesellschafter Trailstone und die Gründungsgesellschafter beschlossen, 100 Prozent der Gesellschaftsanteile an die EDF-Gruppe zu veräußern. Ziel von Energy2market sei, den Wachstumskurs im internationalen Geschäft mit der Direktvermarktung sowie beim Aufbau virtueller Kraftwerke (VKW) weiter voranzutreiben, teilte das Unternehmen in Leipzig mit.

Beim Käufer der Anteile handelt es sich um die konzerneigene Beteiligungsgesellschaft EDF Pulse Croissance Holding, die insbesondere für EDF Local Energy Management (EDF-LEM) Beteiligungen erwirbt. EDF-LEM ist innerhalb des EDF-Konzerns für den Aufbau von Infrastrukturen zur Nutzung von Energie und Flexibilität aus dezentralen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten zuständig.

Hierdurch seien bereits wachstumsstarke Start-ups entstanden wie Agregio, Store and Forecast, Dreev und Powershift. Mit der Übernahme von e2m die EDF ihre Entwicklung zu einem wichtigen Akteur im Bereich der CO2-freien und regenerativen Energien sowie innovativen Energielösungen beschleunigen.

Durch die Zusammenarbeit mit einem großen europäischen Konzern wolle e2m den weiteren Ausbau des Geschäftes im In- und Ausland ermöglichen. Die damit verbundene Erweiterung der IT-Strukturen erfordere Investitionen in Personal, Systeme und Märkte. Auf deren Basis sollen in den kommenden Jahren zusätzliche Marktpotentiale erschlossen werden.

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Auch künftig Konzentration auf Direktvermarktung und den Aufbau virtueller Kraftwerke 

Auch stehe die generelle inhaltliche Ausrichtung der e2m im Einklang mit der Entwicklungsstrategie von EDF in diesem Bereich, und auch künftig werde sich das Unternehmen auf die Direktvermarktung und den Aufbau virtueller Kraftwerke konzentrieren, so der Geschäftsführer von Energy2market, Sevastos Kavanozis. Die Übernahme der e2m bedarf noch der Genehmigung der europäischen Wettbewerbsaufsichtsbehörden. Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2019 geplant.

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Das neue Mischpreisverfahren hat den Markt für Regelenergie „völlig umgekrempelt“

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