EEP: Bedeutung der Energieeffizienz steigt mit der Unternehmensgröße

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Die Bedeutung der Energieeffizienz steigt mit der Unternehmensgröße. Zu diesem Ergebnis gelangt das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart, das den 3. Energieeffizienz-Index der deutschen Industrie in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem TÜV Rheinland und dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) erhoben hat. Insgesamt 300 Unternehmen unterschiedlicher Größen waren daran beteiligt. Mit dem Energieefffizienz-Index befasst sich der Titelbericht von EUWID Energieeffizienz Nr. 2. Die aktuelle Ausgabe erscheint heute mit 57 Nachrichten und Berichten auf 24 Seiten. Außerdem berichtet EUWID, dass das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit seiner Exportinitiative Energieeffizienz die Präsentation innovativer Leuchtturmprojekte für energieeffiziente Gebäudelösungen „Made in Germany“ im Ausland ab sofort unterstützt. Die wirtschaftliche Situation der deutschen Stromversorger hat sich in den letzten zwei Jahren weiter verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Geschäftsführern von Stadtwerken und regionalen sowie überregionalen Energieversorgern, die mindestens in der Stromerzeugung oder im Stromvertrieb tätig sind. Die Industriebetriebe in Sachsen-Anhalt verbrauchten im Jahr 2013 10.700 Mio. kWh Strom. Gegenüber dem Jahr 2012 stieg somit der Stromverbrauch der im Rahmen einer Erhebung über die Energieverwendung befragten Betriebe um ein Prozent, teilte das Statistische Landesamt in Halle mit. Nach einer Analyse des Energiemanagers Techem reduzierte sich der durchschnittliche Heizenergieverbrauch 2014 in deutschen Haushalten gegenüber 2013 um etwa 16 Prozent. Zudem sank der Heizölpreis durchschnittlich um 8,4 Prozent, der Gaspreis blieb nahezu identisch. Die Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG (TGE) hat am 27. Januar 2015 ein neues, halbjähriges Speicherprodukt auf unterbrechbarer Basis angeboten. Das Arbeitsgasvolumen des angebotenen Speicherpakets umfasst 80.000 Megawattstunden, die Einspeicherleistung liegt bei 300 MW und die Ausspeicherleistung bei 600 MW. Für eine erfolgreiche Energiewende sind die Bereiche Heizung, Warmwasser und Prozesswärme eminent wichtig. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die CO2-Emissionen in diesem Sektor bis 2050 nicht annähernd so stark senken lassen wie gewünscht. Das ist ein zentrales Ergebnis der Kurzstudie Wärme innerhalb des Energiewende Outlook von PricewaterhouseCoopers (PwC). Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 58.000 Heizungswärmepumpen verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit sich die Absatzzahlen erstmals seit 2010 rückläufig entwickelt haben. Wie sich aus der gemeinsamen Branchenstatistik des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) weiter ergibt, konnte das Segment der Warmwasserwärmepumpen indes mit 13.400 verkauften Exemplaren und einem Absatzanstieg um 10,7 Prozent den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fortsetzen. Der Deutsche Sanierungsindex Desax zeigt im Jahr 2014, wie sehr die Nachfrage nach Fenstern, Heizungen sowie Dacharbeiten und Dämmungen schwanken kann. Denn während im ersten Halbjahr das Interesse in allen Bereichen einen abnehmenden Trend aufwies, so erreichte die Online-Nachfrage im zweiten Halbjahr teilweise einen Rekord, berichten das Online-Magazin zum energetischen Bauen und Sanieren Enbausa.de und das von der Deutschen Auftragsagentur (DAA) betriebene Portal „Dämmen und Sanieren“, die den Desax gemeinsam erstellen. EUWID Energieeffizienz Nr. 2 enthält zudem Unternehmensmeldungen über Climatec, Bosch, Mainova, die Hertener Stadtwerke, arvato Systems, Cleantech Agentur Schweiz (act), Romande Energie, Enernoc, Rolls-Royce, Netzdienste Rhein-Main und Scandat. Im Politikteil berichtet EUWID Energieffizienz Nr. 2, große Unternehmen sollen verpflichtet werden sollen, in regelmäßigen Abständen so genannte Energieaudits durchzuführen. Dies soll erstmals bis zum 5. Dezember dieses Jahres geschehen und danach alle vier Jahre, teilte die Bundesregierung am 14. Januar im Ausschuss für Wirtschaft und Energie bei der Beratung des von ihr vorgelegten Entwurfs eines Gesetzes zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie und zur Verschiebung des Außerkrafttretens des § 47g Absatz 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (Drs. 18/3373) mit. In Schleswig-Holstein will Umweltminister Robert Habeck (Grüne) mit einem Klimaschutzgesetz die Anstrengungen des Landes zur CO2-Reduktion festschreiben und die Energiewende im Wärmebereich weiter vorantreiben. Erste Eckpunkte für die weitere Diskussion habe er dem Landtag vorgelegt. Die Landesregierung ruft alle Rheinland-Pfälzer auf, Vorschläge zum Klimaschutz zu machen. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) schaltete vergangene Woche in Mainz ein entsprechendes Internetportal frei. Dort können Interessierte bis zum 22. Februar rund 100 aufgelistete Maßnahmen kommentieren und um eigene Ideen ergänzen. Es geht etwa um die Dämmung von Häusern, die Modernisierung von Heizungen und den Einsatz erneuerbarer Energien Nach Ansicht des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) adressieren die im Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung enthaltenen Maßnahmen zwar richtige Handlungsfelder, der Plan biete aber keine wirklich neuen Konzepte. Der Verband zeigt sich in einer kürzlich vorgelegten Stellungnahme vom NAPE enttäuscht. Baden-Württemberg verpflichtet die einzelnen Regierungsressorts zu regelmäßigen Nachhaltigkeitsberichten. In seiner Sitzung vergangene Woche hat der Ministerrat die Nachhaltigkeitsberichte der Landesregierung beschlossen Die bestehenden Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz müssen nach Ansicht der niedersächsischen Landesregierung vor allem im Gebäudebereich deutlich gestärkt werden. Das schreibt das Landesumweltministerium in einer Antwort auf die mündliche Anfrage von CDU-Landtagsabgeordneten, welchen Beitrag die energetische Gebäudesanierung tatsächlich zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten kann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bundesländer dazu aufgerufen, einen Steuerbonus für das Dämmen von Gebäuden mitzutragen. Sie glaubt, „dass die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung eines der besten Mittel ist“. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die Bund-Länder-Initiative zur Steigerung der Sanierungsrate im Gebäudebereich, die vergangene Woche im Umweltausschuss des Bundesrates diskutiert wurde. Die Opposition im Bundestag hat Zweifel an den Erfolgsaussichten des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz“ (NAPE) geäußert. In einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie am 14. Januar erklärte die Fraktion Die Linke, zwar seien Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und auch deren steuerliche Förderung zu begrüßen, aber der Plan der Regierung hebe nur ein Drittel der Möglichkeiten im Bereich der Energieeffizienz. Der Marktteil der neuen Ausgabe von EUWID Energieeffizienz enthält den aktuellen Heizöl-Preisvergleich zwischen den Bundesländern, die neuen Strompreise im Großhandel sowie aktuellen DEPV-Verbraucherpreise für Pellets und die neuen Preisindices für Strom, Heizöl, Erdgas, Fernwärme und Wasser. Ausgabe 2 von EUWID Energieeffizienz bietet darüber hinaus neben Praxismeldungen über aktuelle Projekte, Produkte und Zertifizierungen auch Kurzmeldungen und Berichte über Kommunen, Ausschreibungen, Personen, politische Entwicklungen, einen Terminkalender mit Veranstaltungen sowie Literaturhinweise rund um die Themen Energieeffizienz, Contracting und Energiedienstleistungen, Kraft-Wärme-Kopplung, Gebäudetechnik, Energiemanagement, Smart Metering, energieeffiziente Produktion
und energetische Gebäudesanierung.

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