Man kann sich den Aufschrei vorstellen, den die Bekanntgabe der EEG-Umlage für 2021 verursacht hätte, wäre nicht vorab ein politisches Eingreifen vereinbart gewesen, das den Umlagesatz im kommenden Jahr auf 6,5 ct/kWh fixiert. Nach den Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber wäre die Umlage ohne den Zuschuss, der sich auf 10,8 Mrd. € belaufen wird, auf 9,651 ct/kWh gestiegen. Angesichts fortlaufend sinkender Kosten für Strom insbesondere aus neuen Photovoltaik- und Windenergieanlagen zeigt der hypothetische Anstieg vor allem die Paradoxe, die sich hinter der EEG-Umlage verbergen.

Die Berechungen der Netzbetreiber in Sachen EEG-Umlage stehen im Zentrum des Titelberichts von EUWID Neue Energie 43.2020. Wesentliche Gründe für das wachsende Defizit auf dem EEG-Konto sind schrumpfende Einnahmen durch die Corona-bedingt niedrigen Strompreise im Großhandel. Auch ist der Stromverbrauch gesunken – und damit die Einnahmen, die durch die EEG-Umlagezahlungen erzielt werden. Strukturelles Defizit des Umlagekonzepts sind dabei die vielen Ausnahmen von der Umlagepflicht. Auch für 2021 wird einem Nettostrombedarf von mehr als 500 TWh gerechnet, der für die Umlage anzulegende Letztverbrauch liegt lediglich bei 343 TWh.

Die Förderkosten für erneuerbare Energien selbst sind dagegen nicht der Grund für den starken Anstieg, im Zuge der anstehenden Post-EEG-Phase für die Pioniere des Erneuerbaren-Ausbaus fallen zudem die besonders „teuren“ Anlagen in den kommenden Jahren aus der Förderung. Besonders betroffen von der Post-EEG-Phase sind zunächst Biomasse- und Windenergieanlagen. In beiden Technologiebereichen rechnen die ÜNB im kommenden Jahr mit einem Nettorückbau. Was die Bundesregierung tun will, um das im Windenergiebereich zu verhindern, lesen Sie hier. (Quelle für Beitragsbild: Michael Rosskothen – stock.adobe.com)

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