Der Start in eine mögliche Ampelkoalition scheint geglückt, den Sondierern ist es gelungen, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und das Trennende für den Moment im Hintergrund zu halten. Nun kann mit den Koalitionsverhandlungen begonnen werden. Die Energiebranche blickt mit einer Art gebremster Zuversicht auf die Verhandlungen – allen ist klar, dass es eine Herausforderung sein wird, die inhaltlichen Differenzen zu überbrücken. Angesichts der aktuell hohen Strom- und Gaspreise geht es auch darum, die Bürger mitzunehmen und soziale Lasten abzufedern. Ein Lichtblick ist dabei die EEG-Umlage, die im kommenden Jahr deutlich sinkt. (Nachweis für Beitragsbild: Stockfotos-MG – stock.adobe.com)

Im Titelbereich von EUWID Neue Energie 42.2021 analysieren wir die Kalkulationsgrundlagen für die EEG-Umlage 2022. Gemeinsam mit der Bekanntgabe des Umlagesatzes veröffentlichen die Übertragungsnetzbetreiber auch die Mittelfristprognose. Sie dokumentiert die wachsende Rolle der Photovoltaik, im Vergleich zur Prognose aus dem Vorjahr wird für 2025 deutlich mehr Solarstrom vorhergesagt.

Auf PV und Wind wird in den kommenden Jahren das Gros des Zubaus an EEG-Anlagen entfallen. Im Bereich der Bioenergie bietet vor allem die Flexibilisierung Perspektiven. Die Mittelfristprognose rechnet mit einem deutlichen Rückgang der Zahl von Vollbenutzungsstunden in den kommenden Jahren. Aktuell entwickelt sich der Zubau im Bereich Biogas auf einem bescheidenen Niveau, lediglich im Segment der Güllekleinanlagen gibt es eine positive Entwicklung, wie aktuelle Zahlen der Biogasbranche zeigen .

Derweil hat sich die EU-Kommission Gedanken darüber gemacht, wie mit den hohen Preisen an den Energiemärkten umgegangen werden kann. Einen Ansatz sieht Brüssel in der Stärkung von PPA.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein