Die Innensicht auf Schlüsselfragestellungen der Energiewende bieten Experten, die EUWID Neue Energie zu diesem Zweck kontaktiert. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über aktuelle Interviews und Fachbeiträge:

Die zunehmende Einspeisung erneuerbaren Stroms in Verbindung mit schleppendem Netzausbau führen derzeit vor allem im Übertragungsnetz zu Netzengpasssituationen. Der Redispatch 2.0, der im Oktober in Kraft tritt, soll kurzfristig dazu beitragen, das Problem zu entschärfen. Langfristig soll der Netzausbau Engpasssituationen auflösen. Die Integration marktbasierter Elemente in den regulatorischen Rahmen könnte in diesem Kontext wichtiges Element einer kosteneffizienten Engpassbewirtschaftung werden.

Wissenschaftler der Technischen Hochschule Ingolstadt haben vor diesem Hintergrund das Konzept von „Smart Markets“ weiterentwickelt. Entsprechende marktorientierte Lösungen könnten dem Redispatch vorgeschaltet werden und die Systemkosten verringern. Das Verfahren würde Akteure wie Biogasanlagenbetreiber, die dem Strommarkt Flexibilität zur Verfügung stellen, belohnen. Das Team der Technischen Hochschule Ingolstadt um Prof. Uwe Holzhammer, Tanja Mast und Benedikt Hümmer stellt das Konzept in einem Fachbeitrag für EUWID Neue Energie vor.

Ralf Höper, ane.energy (Bildquelle: ane.energy)

Die Energiehändler ane.energy und EDF Trading haben zusammen ein virtuelles Power Purchase Agreement (PPA) entwickelt. Mit diesem Hedging-Produkt sollen die wesentlichen Risiken aus Ü20-Windkraftverträgen abgesichert werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie sich langfristig die Marktwerte von bundesweiten Onshore-Windenergieanlagen etwa durch den Zubau weiterer Anlagen entwickeln. Wir haben mit dem Geschäftsführer von ane.energy, Ralf Höper, über das neue Produkt und dessen Handel auf dem OTC-Markt gesprochen.

Philip Goldkamp ist Senior Project Manager bei der EWE AG (Bildquelle: EWE)

Der Anteil der Wind- und Solarstromerzeugung am Strommix steigt im Zuge der Energiewende immer weiter. Damit wächst zugleich der Bedarf an Flexibilitäten, die das Gleichgewicht am Strommarkt zu jedem Zeitpunkt sicherstellen. In dem von der EWE initiierten Sinteg-Projekt enera wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie solche Flexibilitäten über Märkte für die Energiewende verfügbar gemacht werden können. Wir haben uns mit Philip Goldkamp, Senior Project Manager bei der EWE AG, über Funktionsweise, Möglichkeiten und Grenzen von Flexibilitätsmärkten unterhalten.

Heidi Ursula Heinrichs
Bildquelle/Copyright: Heidi Ursula Heinrichs

Die ambitionierten Pläne zur Nutzung von Wasserstoff in Deutschland machen zukünftig einen Import von grünem Wasserstoff notwendig. Sollten die Importe eher aus anderen europäischen Ländern oder aus ferneren Regionen kommen, die besonders günstige Bedingungen für die Gewinnung von erneuerbaren Energien bieten? Zu welchen Kosten sind Wasserstoffimporte möglich? Und in welcher Form bringen sie die meisten Vorteile? Über diese und weitere Fragestellungen haben wir mit Heidi Ursula Heinrichs, Leiterin der Gruppe „Energiepotentiale und Versorgungspfade“ am Institut für Energie- und Klimaforschung – Techno-ökonomische Systemanalyse (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich gesprochen.

Daniel Hölder, Managing Director, BayWa r.e. Clean Energy Sourcing GmbH (links) und Daniel Parsons, Head of PPA, BayWa r.e. renewable energy GmbH (rechts, Bildquelle: BayWa r.e.)

Langfristige Stromabnahmeverträge oder Power Purchase Agreements (PPAs) etablieren sich auch in Deutschland immer mehr. Zum Abschluss unserer Expertenrunde mit BayWa r.e. erläutern Daniel Hölder, Managing Director bei der BayWa r.e. Clean Energy Sourcing GmbH, und Daniel Parsons, Head of PPA, BayWa r.e. renewable energy GmbH, in einem Fachbeitrag für EUWID Neue Energie die Bedeutung von physischen und virtuellen PPAs im Kontext der Energie- und Klimaziele in Deutschland und Europa.

Von links nach rechts: Philipp Kunze, Manfred Groh, Kay Höppner (Bildquelle: BayWa r.e.)

Im zweiten Teil des EUWID-Interviews mit Experten von BayWa r.e. geht es um die Flexibilitätsleistung von Energiespeichern, um das Trendthema „Grüner Wasserstoff“ und um die Aussichten und mögliche Geschäftsmodelle für Betreiber, deren Anlagen das Ende der Förderung erreichen oder bereits erreicht haben. Vor dem Hintergrund der Corona-bedingt niedrigen Strompreise und der zunehmend komplexer werdenden Regelungen für den Betrieb der Anlagen sehe man die Post-EEG-Perspektiven der Betreiber als „herausfordernd“ an, sagt Kay Höppner, Head of New Business and External Investors, BayWa r.e. Asset Management GmbH.

Stephan Braig (li.) ist Energy Policy and Sustainability Manager bei der BayWa r.e. renewable energy GmbH. Andreas Hornig (re.) bekleidet die Position des Head of Participation Models and Acceptance bei der BayWa r.e. Wind GmbH (Bildquelle: BayWa r.e.)

Das Jahr 2021 hat mit dem Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) begonnen. Was bedeuten die Regelungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien konkret – und reichen sie aus, um der Energiewende neuen Schwung zu verleihen? Stephan Braig, Energy Policy and Sustainability Manager bei BayWa r.e., äußert sich hierzu im EUWID-Interview sehr eindeutig: „Aus unserer Sicht ist die EEG-Novelle insgesamt definitiv unzureichend, um den Ausbau der Erneuerbaren in dem Maße voranzubringen, wie es zur Erreichung der deutschen Klimaziele notwendig wäre“, sagt Braig. Die BayWa-Experten sehen gleichwohl eine Vielzahl von Ansatzpunkten für eine erfolgreiche Energiewende, wenn der politische Gestaltungswille nicht weiter von einer „Ambitionslücke“ geprägt wird. Im ersten Teil des Interviews geht es um die Ausbauperspektiven im EEG sowie Fragen von Akzeptanz und Naturschutz.

Carlos Perez Linkenheil, Senior Expert und Product Owner Power Price Scenarios bei Energy Brainpool (Bildnachweis: Energy Brainpool)

Die andauernde Covid-19-Pandemie hat insbesondere im Frühjahr die Strompreise und somit auch die PPA-Preise stark beeinflusst. Wir haben Carlos Perez Linkenheil, Senior Expert und Product Owner Power Price Scenarios bei Energy Brainpool, gebeten, die PPA-Preisentwicklung für das Jahr 2020 zu skizzieren. Es zeigt sich, dass die PPA-Preise bisher eine starke Berg- und Talfahrt hinter sich haben.

 

Tibor Fischer, Leiter Erneuerbare Energien und Innovationen in der Energiewende bei der dena. (Bildquelle: dena)

Sie haben ein großes unerschlossenes Marktpotenzial. Die Rede ist von Corporate Green PPAs. Zur Stärkung dieses Geschäftsmodells hat die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Klimaschutz-Unternehmen e.V. die „Marktoffensive Erneuerbare Energien“ ins Leben gerufen. Wie der deutsche PPA-Markt entwickelt werden könnte und welche Rolle die Plattformökonomie dabei einnimmt, darüber haben wir mit Tibor Fischer, Leiter Erneuerbare Energien und Innovationen in der Energiewende bei der dena, gesprochen.

Bildnachweis: Alliander

Die erneuerbaren Energien haben sich längst auf dem Markt etabliert. Doch mit dem Auslaufen der EEG-Förderung stehen viele Erneuerbare-Energien-Anlagen vor einer großen Herausforderung. Die richtigen Weichen für eine grüne, digitale und damit sichere Zukunft zu stellen, sei derzeit unsere wichtigste Aufgabe, sagt Joyce van de Garde, Leiterin Innovation & Digital bei Alliander. Worauf es jetzt ankommt, erläutert sie in einem Fachbeitrag für EUWID Neue Energie.

Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrats+
Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrats (Quelle: Biogasrat)

Noch immer gibt es keinen konkreten Fahrplan, was aus den Biogasanlagen in Deutschland bis 2030 werden soll. Welche richtungsweisenden Entscheidungen stehen an? Welche Geschäftsmodelle sind zukunftsweisend? Gibt es im europäischen Ausland Chancen für deutsche Biogasunternehmen? Darüber hat EUWID mit Janet Hochi, Geschäftsführerin vom Biogasrat, gesprochen.

 

Tobias Gehlhaar, Geschäftsführer Utilities bei Accenture (Bildquelle: Accenture)

Die Energiewende führt hin zu einem CO2-armen, dezentralen und konsumentenorientierten System. Im Zentrum dieser Entwicklung steht ein digital gesteuerter multidirektionaler Energie- und Informationsfluss. Erzeugung, Speicherung und Nutzung vernetzen sich im neuen Energiemodell der „Connected Energy“ zunehmend. Für Energieversorger und Energiedienstleister bietet diese Entwicklung die Chance, neue Geschäftsfelder in den Bereichen dezentrale Stromerzeugung, Elektromobilität und Flexibilitätsdienstleistungen zu identifizieren und zu entwickeln. Wir haben uns mit Tobias Gehlhaar, Geschäftsführer Utilities bei Accenture, über die Perspektiven des sich entwickelnden digitalen Energiemodells für EVU und Dienstleister unterhalten.

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