EEG, EuGH und Zehn-Punkte-Agenda: Rückenwind für Gabriel

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Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) dürften die Entwicklungen der vergangenen Tage durchaus gefallen haben. Erst verabschiedete der Bundestag mit großer Mehrheit den von ihm erarbeiteten Vorschlag für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, dann entschied der EuGH, dass eine nationale Förderung von erneuerbaren Energien keineswegs gegen europäisches Recht verstößt. Beides sind Punktsiege für den Minister, der das Tempo hochhält: Mit einer Zehnpunkte-Agenda macht Gabriel deutlich, welche Aufgaben rund um die Energiewende nach Wahrnehmung des Ministeriums noch in der laufenden Legislaturperiode angegangen werden müssen.

Gabriels Energiewende-Agenda und der EEG-Novelle widmet EUWID Neue Energien 27/2014 einen Sonderbereich. Insgesamt umfasst die heute veröffentlichte Ausgabe 75 Nachrichten und Analyse zur Energiewende auf 32 Seiten.

Die EEG-Novelle legt den Fokus auf die Planbarkeit und vor allem Bezahlbarkeit des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien. Dass dies auf Kosten des Tempos der Energiewende geht, ist durchaus beabsichtigt. Nicht so schnell wie möglich, sondern so planvoll wie möglich müsse das Motto der Energiewende lauten, heißt es im Ministerium. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger fordert einen verlangsamten Ausbau der erneuerbaren Energien. Nach seiner Ansicht bedarf es günstiger Speichertechnologien, um die Integration der erneuerbaren Energien in das Versorgungssystem zu gewährleisten.

Dass dem wirklich so ist, daran zweifeln viele Beobachter. Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau erneuerbarer Energien keineswegs auf die Verfügbarkeit wirtschaftlich günstiger Speicherlösungen warten muss. Erst ab einem hohen Anteil Erneuerbarer wird es nach Auswertungen des Projekts „Roadmap Speicher“ erforderlich sein, Speicher zu etablieren. Mehr als um Speicher gehe es um die Flexibilisierung des Stromsystems. Hier gebe es eine Reihe von Optionen.

Eine Möglichkeit, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern, bietet der Power-to-Heat-Ansatz, also die Umwandlung von Elektizität in speicherbare Wärme. Die Vorteile des Verfahrens hat eine weitere aktuelle Studie ermittelt.

Abonnenten von EUWID Neue Energien können beide Studien hier abrufen

Auch die Berichterstattung zur EEG-Novelle steht Kunden des p-speicher-ausbau-erneuerbarer-energien-muss-nicht-auf-speicher-warten.htmlBrancheninformationsdienstes hier zur Verfügung:

Unternehmensmeldungen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): MT-Energie, MVV, BayWa r.e., RWE, Wagner Solar, Sunways, Solarwatt, Juwi, IFE Eriksen, HSE, Windwärts, Stadtwerke München, Trianel, Vestas, Leclanché, Znshine Solar, Dalkia

Graphiken und Tabellen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): EUWID-Marktbericht für Holzpellets, Großhandelspreise Getreide/Ölsaaten, Renixx World, Monatlicher Windkraftzubau, Windenergieeinspeisung, Marktdaten Windkraft, Solareinspeisung, Rohstoffpreise, Heizölpreise.

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