ECF: Preise für Energie im Februar deutlich langsamer gestiegen

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Der Wiederanstieg der Energiepreise für Deutschlands Verbraucher hat sich im Februar 2017 deutlich verlangsamt. Gegenüber Januar erhöhten sich die durchschnittlichen Preise um 0,3 Prozent. Zum Jahreswechsel hatte es noch einen Anstieg von 0,9 Prozent gegeben, im Dezember sogar um 2,3 Prozent. Damit hat sich die Aufwärtskorrektur der Energiepreise nach dem drastischen Rückgang der Jahre 2014/15 in gemäßigtem Tempo fortgesetzt.

Bis auf die Preise für Gas legten im Februar dabei die Kosten für alle Energiearten mehr oder weniger im gleichen Ausmaß zu. Fast kontinuierlich stiegen in den vergangenen Jahren lediglich die Preise für Strom, wozu zu Jahresbeginn auch die jüngste Anhebung der Umlage für Erneuerbare beitrug, ergibt die neue Auswertung des Energiepreis-Monitors der European Climate Foundation (ECF).

Einen spürbaren Beitrag zur Energieteuerung leistete im Februar erneut die Entwicklung auf den internationalen Rohölmärkten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent stieg um durchschnittlich ein Prozent auf 56 US-Dollar, zitiert die ECF die monatliche Auswertung des Hamburger HWWI-Instituts.

Erstmals seit dreieinhalb Jahren sind im Februar auch die Kosten für Zentralheizung und Fernwärme in Deutschland wieder gestiegen, und zwar um 0,3 Prozent. Die Preise waren hier über gut dreieinhalb Jahre Monat für Monat fast stetig gefallen. Den letzten Anstieg hatte es im Sommer 2013 gegeben. Dabei wirkte sich unter anderem aus, dass es mehrere milde Winter gab, nach denen die Verbraucher Teile ihrer Abschlagszahlungen zurückerhielten, heißt es.

Etwas stärker legten im Februar die Heizölpreise zu, um 0,4 Prozent gegenüber Vormonat. Heizöl ist für die Verbraucher damit zwar wieder so teuer wie zuletzt im Sommer 2015, liegt allerdings noch rund 36 Prozent unter den Höchstpreisen von 2012. Um 0,2 Prozent stiegen die Preise für Strom. Hier hatte die Anhebung der EEG-Umlage zum Jahreswechsel zu einem deutlichen Plus geführt, das auch im Februar noch nachgewirkt hat, so die European Climate Foundation.

Die Strompreise seien damit nach wie vor die einzigen, die heute spürbar höher lägen als im Jahr 2012. Alle anderen Energieverbräuche hätten sich seither mehr oder weniger stark verbilligt. Auch die Netzentgelte sind zu Jahresbeginn dabei deutlich gestiegen. Gesunken sind dagegen die Kosten für Beschaffung und Vertrieb.

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