eCap und Breezer rüsten Flugzeuge auf Brennstoffzellen um

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eCap und Breezer rüsten Flugzeuge auf Brennstoffzellen um
Quelle: Breezer Aircraft

Die beiden Unternehmen eCap und Breezer Aircraft wollen den Flugverkehr gemeinsam klimafreundlicher gestalten. Zur Schaffung eines elektrischen Antriebs für die Umrüstung einmotoriger Bestandsflugzeuge haben der Anbieter von Elektro-Mobilitätslösungen eCap und der Hersteller von Ultraleichtflugzeugen Breezer Aircraft eigenen Angaben zufolge im Januar 2020 einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel ist es, ein Motorflugzeug mit Hilfe einer Brennstoffzelle fliegen zu lassen, die Wasserstoff in Strom umwandelt. Der dafür benötigte Wasserstoff soll durch Windkraftanlagen gewonnen werden.

„Für die kommenden Jahre erwarten wir einen wachsenden Bedarf an zuverlässigen, sicheren und umweltfreundlichen Antriebs- und Umrüstlösungen für Flugzeuge“, so Dirk Lehmann, Gründer von eCap, und Dirk Ketelsen, Geschäftsführer von Breezer Aircraft. Ketelsen ist zugleich Inhaber vom Dirkshof in Nordfriesland, auf dem zukünftig Wasserstoff durch die vorhandenen Windkraftanlagen erzeugt wird.

Zunächst wird ein Ultraleichtflugzeug als Prototyp elektrifiziert

In einem ersten Projektschritt wird nun ein Flugzeug als Prototyp elektrifiziert. Dazu ist die intelligente Integration eines neuen High-Performance-Elektro-Antriebssystems von Breezer Aircraft inklusive eines Hochleistungsbatteriespeichers von eCap vorgesehen. In der zweiten Projektphase wird die Brennstoffzelle dann in einen weiteren Prototyp neben dem Akku eingebaut, so dass Strom durch Wasserstoff erzeugt werden kann.

Hoher Systemwirkungsgrad und lokale Emissionsfreiheit als Vorteile

„Die Attraktivität von elektrischen Flugzeugen im Luftverkehr ergibt sich aus dem hohen Systemwirkungsgrad des elektrischen Antriebsstranges“, so Lehmann über diese Innovation. Der Wirkungsgrad liegt dabei deutlich über dem von Verbrennungsmotoren. Darüber hinaus spricht auch die lokale Emissionsfreiheit bei Stickstoffoxiden, CO2 und Feinstaub für diese Antriebsform.

Fertigungsstandort mit zehn Arbeitsplätzen geplant

„Der Flugplatz in Lüneburg soll langfristig der Ort sein, an dem der Umbau der Flugzeuge erfolgt“, sagt Leonie Behrens, Geschäftsführerin von eCap, „wir planen dort einen Fertigungsstandort mit zehn Arbeitsplätzen.“ Dies gelte jedoch nur vorbehaltlich, da derzeit nicht sichergestellt ist, ob der Flugplatz in Lüneburg erhalten bleibt. Zunächst wird daher am eCap-Firmensitz in Winsen an der Luhe gefertigt.

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