E.ON setzt verstärkt auf die Vermarktung von Flexibilitäten

144
eon-zentrale-essen
Bildquelle: E.ON

Der Energiekonzern E.ON ist zum 1. Juli 2017 mit einer eigenständigen Beschaffungs- und Vermarktungsfunktion in den Märkten Deutschland, Großbritannien und Schweden gestartet und setzt auf die Vermarktung und Optimierung von Flexibilitäten. Die so genannten Market Operations-Teams in den Ländern konzentrieren sich auf Geschäfte an Großhandelsmärkten für Energie und an Regelenergiemärkten der Netzbetreiber. Ihre wesentlichen Aufgaben sind es laut einer Mitteilung, die notwendigen Strom- und Gasmengen für Kunden zu beschaffen sowie die Vermarktung der Produktion aus erneuerbaren Energien für die E.ON-Unternehmen zu gewährleisten.

Das frühere Energiehandelsgeschäft und der damit verbundene Marktzugang von E.ON war bei der Aufspaltung im September 2016 an das inzwischen unabhängige Spin-Off Uniper abgegeben worden.

In den einzelnen Ländern hat E.ON Teams mit jeweils rund 20 Experten aufgebaut, die künftig Abschlüsse in Strom, Gas sowie grünen Zertifikaten direkt an den Märkten tätigen. Das geschehe mehrheitlich für Laufzeiten von drei Jahren im Voraus bis hin zum untertägigen Kauf/Verkauf einzelner Stunden. Dabei stehe die Absicherung von Preis- bzw. Volumenrisiken klar im Vordergrund und nicht der klassische Eigenhandel.

„Darüber hinaus werden wir uns verstärkt um die Vermarktung und Optimierung von Flexibilitäten kümmern, die durch die zunehmende Vernetzung dezentraler Erzeugungs- und Speichereinheiten unserer Kunden entstehen“, ergänzt Sven Otten, Senior Vice President Energy Management der E.ON SE in Essen. „Damit bilden wir die kommerzielle Schnittstelle in die Commodity- als auch in die Netzdienstleistungsmärkte und unterstützen gleichzeitig unser wachsendes Kundenlösungsgeschäft“, sagt er.

E.ON an wesentlichen Energiehandelsplätzen aktiv

Ab sofort sei E.ON damit wieder an den wesentlichen Energiehandelsplätzen in Deutschland, Großbritannien und Schweden aktiv. Das schließe sowohl bilaterale Geschäfte mit anderen Energieunternehmen als auch den Zugang zu Energiebörsen wie EPEX Spot, Pegas, ICE, Nord Pool und Nasdaq Nordic ein. Der Markteintritt in Ungarn und Tschechien erfolgte den Angaben zufolge bereits zum 1. Oktober 2016 bzw. 1. Januar 2017, in Italien ist er für den 1. Januar 2018 geplant. Angaben zu Volumina für Strom und Gas machte das Unternehmen nicht.

Weitere Nachrichten über E.ON:

Uniper rechnet wieder mit Gewinnen aus Gasspeichern

Lidl und E.ON bieten Ökostromtarif mit Preisgarantie an

E.ON errichtet 7,8-MWp-Photovoltaik-Freiflächenanlage in Sachsen-Anhalt

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein