E.ON setzt auf neuen Korrosionsschutz bei Offshore-Fundamenten

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Quelle: E.ON

Der Energiekonzern E.ON setzt für die 60 Stahlfundamente des Offshore-Windparks Arkona in der deutschen Ostsee erstmals eine neuartige Korrosionsschutztechnologie ein. Mit einer speziellen Beschichtung sollen die Monopfähle aus Stahl des Windparks wirkungsvoll und zugleich umweltschonend vor Korrosion geschützt werden, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Entwickelt wurde das so genannte Thermal-Spray-Aluminiumverfahren (TSA) zur Beschichtung der Stahlpfähle demnach gemeinsam von E.ON und dem Ingenieurunternehmen Rambøll Deutschland. Das neue Verfahren des Korrosionsschutzes soll dafür sorgen, dass Offshore-Windparks künftig weniger Metalle in das Meer abgegeben.

Bei der Beschichtung spritze ein Roboter mit zwei Lichtbogenbrennern geschmolzenes Aluminium in der Schichtstärke von 350 Mikrometer auf das Fundament, teilte das Unternehmen am Montag in Essen mit. Anschließend werde die Oberfläche mit Kunstharz versiegelt.

Entwicklung in Kooperation mit Fundamente-Hersteller EEW SPC, Krebs Korrosionsschutz und Rambøll

Das von E.ON und dem Ingenieurunternehmen Rambøll Deutschland entwickelte Verfahren sei bislang nur für kleinere Stahlbauteile unter Wasser oder für größere Bauteile über Wasser, etwa bei Offshore-Umspannwerken eingesetzt worden, berichtet der Energiekonzern. An der industriellen Lösung, die nun erstmals bei den Fundamenten für den Arkona-Windpark zum Einsatz kam, waren der Hersteller von Fundamenten für die Offshore-Industrie EEW SPC (Erndtebrücker Eisenwerke Special Pipe Constructions GmbH) in Rostock sowie das Unternehmen Krebs Korrosionsschutz beteiligt. Dazu wurden auch bestehende Beschichtungshallen erweitert und die weltweit erste vollautomatisierte Beschichtungsstraße entwickelt, berichtet E.ON. Durch die Automatisierung könne die alternative Beschichtung zu deutlichen Kosteneinsparungen gegenüber dem herkömmlichen Korrosionsschutz führen und die Kosten für Offshore Windenergie weiter senken, hofft der Energiekonzern.

E.ON will in wenigen Tagen mit der Installation der Fundamente beginnen. Das Projekt Arkona liegt 35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 Megawatt (MW) verfügen und kann rechnerisch ab 2019 bis zu 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Installiert werden 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse des Herstellers Siemens. Gegründet werden die Anlagen auf Monopfahl-Fundamenten in Wassertiefen von 23 bis 37 Metern. Arkona ist ein Joint Venture von E.ON mit dem norwegischen Energiekonzern Statoil.

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