E.ON setzt auf kleine Windturbinen für Geschäftskunden

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E.ON hat sich an dem Startup b.ventus beteiligt. b.ventus bietet Geschäftskunden die Möglichkeit, schnell, einfach und mit einem Rundum-Service in die Produktion von eigenem Windstrom einzusteigen.

Kernstück des Angebotes ist eine Windturbine, die genau dafür optimiert ist. Mit knapp 30 Metern Höhe kann sie ohne aufwändige Genehmigungsverfahren schnell errichtet und in jede bereits vorhandene eigene Energieerzeugung aus einem Blockheizkraftwerk oder einer Photovoltaik-Anlage integriert werden. Die Beteiligung erfolgt im Rahmen von :agile, dem Accelerator und Inkubator von E.ON, der Startups mit Energiebezug fördert.

Das von b.ventus entwickelte Windrad ist unabhängig von Einspeisetarifen und bietet eigenen Angaben zufolge die günstigste Art der CO2-freien Eigenversorgung für Industrie und Gewerbekunden weltweit. Das Windrad ist mit einer Turmhöhe von lediglich 29 Meter und einer maximalen Höhe der Blattspitze von 50 Meter kleiner als die herkömmlichen Räder und kann somit direkt vor Ort aufgestellt werden bei einem zeitgleich wesentlich geringeren und kürzeren Genehmigungsaufwand. Der direkt angetriebene Generator hat eine Leistung von 250 Kilowatt.

Das Angebot richtet sich an Industrie und Gewerbekunden abseits der Städte ab einem Jahresverbrauch von 400 MWh. Das Windrad wurde bewusst für Binnenlandwindverhältnisse konzipiert und funktioniert sogar schon in Nordbayern (sehr schwache Windverhältnisse), erläutert Julia Arco-Valley von b.ventus.

Nach Angaben von Arco-Valley gibt es bereits Vorbestellungen für das Produkt, obwohl der Prototyp erst 2018 errichtet wird. Besonders sei, so Arco-Valley, dass selbst der Prototyp direkt bei einem Kunden errichtet werde.

Amortisation der Anlagen nach sechs Jahren möglich

b.ventus übernimmt für seine Kunden alles, was zum Errichten und Betreiben der Windenergieanlage notwendig ist. Das Genehmigungsverfahren ist unabhängig von Regionalplanung und Bundesimmisionsschutzgesetz und dauert daher nur wenige Monate. Die Turbine wird von b.ventus gewartet und bei Bedarf instandgesetzt. Das Unternehmen garantiert eine Verfügbarkeit von 95 Prozent. Im Idealfall hat sich die Investition in die Anlage für den Kunden bereits nach sechs Jahren amortisiert.

An b.ventus beteiligt haben sich Avacon und E.DIS, beides regionale Energieversorgungsunternehmen von E.ON. Auch die e-kundenservice Netz sowie die Fallersleber Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (FEAG) und die Leitner Gruppe, die mit Leitwind im Bereich Produktion von Windkraftanlagen schon seit zehn Jahren tätig ist, halten Anteile am Unternehmen. „Wir haben uns b.ventus bewusst als Partner ausgesucht, da das Unternehmen eine vielversprechende, innovative Geschäftsidee entwickelt hat, die wir vorantreiben wollen“, erläutert Alexander Montebaur, Vorstandsvorsitzender der E.DIS, das Engagement von E.ON.

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