Der vom Bundesumweltministerium (BMU) vorgelegte Entwurf zur Anpassung der Treibhausgasquoten sorgt in der Biokraftstoffbranche weiter für Kopfschütteln. Um die Verkehrswende voranzubringen, sind nach Überzeugung der Branche sämtliche Optionen auszuschöpfen und nicht gegeneinander auszuspielen, selbst wenn im Bereich des Individualverkehrs batterieelektrische Pkw insbesondere über ihre hohe Effizienz in der Energienutzung unbestreitbare Vorteile besitzen.

Der Titel der neuen Ausgabe 50.2020 von EUWID Neue Energie stellt die Verkehrswende in den Fokus. Auf einer Tagung des Arbeitskreises „Energie & Verkehr“ des Forums für Zukunftsenergien wurde kontrovers über das Thema RED-II-Umsetzung in deutsches Recht diskutiert. Branchenvertreter halten den BMU-Entwurf zu eng auf die Elektromobilität zugeschnitten, große Potenziale alternativer Kraftstoffe, unter anderem für den Bereich der Luftfahrt, seien nur mit regulatorischer Unterstützung zu heben.

Dass alternative Antriebe im Verkehr eine deutlich wachsende Rolle spielen, dokumentiert ein von der Deutschen Energie-Agentur (dena) vorgelegter Monitoringbericht. Demnach hat sich der Marktanteil neuer Fahrzeuge mit Strom- oder Gasantrieb von Januar bis Oktober gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt und erreicht inzwischen 21,8 Prozent. Den stärksten Zuwachs verbuchen dabei Plug-In-Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge.

Die dena war es auch, die kürzlich gemeinsam mit Partnern die „Marktoffensive Erneuerbare Energien“ ins Leben gerufen hat, die sich als Plattform zur Stärkung nachfragegetriebener Geschäftsmodelle etablieren soll. Im Fokus stehen dabei insbesondere Corporate-PPAs. Welche Rolle B2B-Plattformen gerade im Bereich von Power Purchase Agreements spielen können und wohin sich entsprechende Plattformmodelle entwickeln, darum geht es auch im neuen EUWID-Report „PPA und die neue Architektur der Energiewende“ (vgl. Kasten). Einblicke in die Rolle der Plattformökonomie bietet darin der Geschäftsführer des Portals wind-turbine.com, Bernd Weidmann. Weidmann macht deutlich, dass jedes Unternehmen zwingend eine Plattformstrategie entwickeln muss, um den Zugang zu den Kunden nicht zu verlieren.

EUWID-Report „PPA und die Architektur der Energiewende“
PPA und die neue Architektur der Energiewende“ lautet der Titel des neuen EUWID Reports zum Marktinstrument Power Purchase Agreements. Die neue Sonderveröffentlichung befasst sich insbesondere mit den Themen Markthochlauf, Plattformökonomie, PPA und EEG, Preisentwicklung und Covid-19.

Der neue Report kann zusammen mit einem einjährigen Vollzugriff auf das fortlaufend aktualisierte PPA-Dossier von EUWID Neue Energie zum Preis von 49 € zzgl. MwSt. und Versandkosten bestellt werden.

Wer zum ersten Mal auf das Report & Dossier-Angebot von EUWID Neue Energie stößt, der kann auch ein Bundle-Paket bestellen und erhält dann zusätzlich zum neuen Report auch eine Ausgabe des Vorläuferreports mit dem Titel „Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend?“ Er bietet einen fundierten Überblick über Entwicklungen und Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich langfristiger Stromabnahmeverträge. Das Bundle kann zum Preis von 69 € zzgl. MwSt. und Versand bestellt werden.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten für das PPA-Angebot von EUWID Neue Energie finden Sie hier.

Derweil gehen die Verhandlungen über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in die finale Phase. Eine Einigung über zentrale Fragen steht weiter aus. „Zeitdruck ist ein schlechter Ratgeber“, sagt BVES-Bundesgeschäftsführer Urban Windelen. Die Diskussionen zum EEG 2021 sollten daher nun „schnell durch eine Auffanglösung von diesem Druck befreit werden“. Dann werde „vielleicht auch der Blick auf tragfähige Zukunftslösungen bei der Energiewende klarer“. (Nachweis für Beitragsbild: scharfsinn86 – stock.adobe.com)

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