E.DIS und GASAG kooperieren bei Power-to-Gas-Projekt in Ketzin

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Bei der Unterzeichnung: Dr. Jens Horn, Dr. Robert Sohst, Jürgen Schütt, Matthias Kamsteeg, Dr. Guido Bruch, Matthias Trunk und Thomas Borchers (v.l.n.r.)
Quelle: EDIS, Gasag

Der in Brandenburg ansässige Energiedienstleister E.DIS und die Berliner Gasag AG entwickeln am Standort Ketzin im brandenburgischen Havelland gemeinsam ein Power-to-Gas-Projekt. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben die Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits unterzeichnet. Unterstützt werden sie dabei von der EMB Energie Mark Brandenburg, einem Unternehmen der Gasag-Gruppe, das unter anderem den Standort einbringt.

Der Standort ist aus Sicht der Partner für ein solches Vorhaben prädestiniert, da neben dem benachbarten Winderzeugungsgebiet Nauener Platte mit rund 300 Windkraftanlagen auch die strom- und gasseitige leitungsgebundene Infrastruktur direkt vor Ort vorhanden sei. Weiterhin betreibt die BMV Energie, an der die E.DIS neben diversen kommunalen Partnern beteiligt ist, eine Biogasanlage mit regenerativer Stromerzeugung sowie Biomethan-Aufbereitung. Diese Anlage sei jüngst um eine PV-Anlage erweitert worden.

Der regenerativ erzeugte Strom soll per Elektrolyse zu „grünem Wasserstoff“ umgewandelt werden, der ins Gasnetz eingespeist werden kann. Andererseits kann der grüne Wasserstoff auch im Verkehrssektor etwa bei brennstoffzellengetriebenen PKW, Bussen, Nutzfahrzeugen, Schienenfahrzeugen oder sogar Schiffen zur Emissionsreduzierung eingesetzt werden.

Ketzin soll „Energiewendelabor“ werden

Ziel der E.DIS ist die Errichtung eines „Energiewendelabors“ am Standort Ketzin, in dem gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung Modelle der intelligenten Verknüpfung von regenerativer Energieerzeugung, Energieumwandlung (Power-to-X), Energiespeicherung und Energietransport weiterentwickelt und erprobt werden. Über dieses Vorhaben hatte E.DIS die Stadtverordnetenversammlung von Ketzin bereits im Sommer 2018 informiert. Damit soll Ketzin vor den Toren Berlins und Potsdams zu einem Ort werden, an dem die Energiewende vorangetrieben und erlebbar gemacht wird.

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Power-to-Gas für die Energiewende: Stärken, Schwächen, Kosten und Perspektiven

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