Duisport bestätigt Steag-Pläne für neues Biomassekraftwerk

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Ein umfassendes Konzept für die Energiewende an einem großen Logistikstandort wollen innogy und der Hafenbetreiber duisport entwickeln. Im Bild: CKD Hub auf logport II.
Bildquelle: Hans Blossey / duisport

Der Essener Energieversorger Steag bzw. dessen Tochter Steag New Energies plant wie berichtet im Duisburger Hafen ein neues Altholzkraftwerk. Nun hat die Duisburger Hafengesellschaft Duisport den geplanten Standort in einem Lageplan präzise benannt und sich zu den Plänen geäußert. Demnach ist Steag Anfang dieses Jahres mit dem Wunsch an den Duisburger Hafen herangetreten, auf einer bis zu drei Hektar großen, direkt am Rhein gelegenen Fläche auf logport VI ein Biomasse-Kraftwerk zu errichten.

Aufgrund der mit dem Unternehmen seit vielen Jahren bestehenden guten Geschäftsbeziehungen habe Duisport umgehend geprüft, ob ein solches Kraftwerk auf der insgesamt 40 Hektar großen Fläche realisierbar ist. Da die vergleichsweise kleine Fläche die Gesamtnutzung von logport VI als Areal für Logistik nicht beeinträchtigen würde, habe Duisport dann Steag die gewünschte Fläche am nordwestlichen Rand angeboten. Grundlage für das Duisport-Flächenangebot an die Steag war insbesondere auch der Transport der Biomasse zum Kraftwerk auf dem Wasserweg.

Altholzkraftwerk soll Ende 2022 in Betrieb gehen

Wie berichtet, soll die neue Anlage nach Angaben der „WAZ“ Ende 2022 in Betrieb gehen und sowohl Fernwärme als auch Strom produzieren. 100 Mio. € will Steag New Energies dem WAZBericht zufolge investieren. Die Investitionsentscheidung sei allerdings noch nicht getroffen. Zwar wollte sich Steag gegenüber EUWID zu den Plänen nicht äußern, bezeichnet die Informationen der Tagespresse gleichwohl als „belastbar“. Demnach soll die neue Anlage rund 170.000 Tonnen Altholz im Jahr verbrennen und eine elektrische Leistung von 20 Megawatt und eine thermische Leistung von 60 bis 70 Megawatt aufweisen.

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