DRV: Getreide- und Rapsernte 2017 noch unter enttäuschendem Vorjahresniveau

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Rapsfelder
Quelle: UFOP

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht in seiner letzten Ernteschätzung für dieses Jahr nur noch von einer Getreideernte in Höhe von 44,9 Mio. Tonnen aus. Wie der Verband mitteilte, wird damit das enttäuschende Vorjahresergebnis von knapp 45,4 Mio. Tonnen unterschritten. Auch der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 47,9 Mio. Tonnen wird deutlich verfehlt. Beim Raps erwartet der Verband aktuell mit 4,3 Mio. Tonnen eine nochmals geringere Menge als im Vorjahr, in dem 4,6 Mio. Tonnen geerntet wurden.

Die Qualitäten über alle Kulturen weisen eine große Heterogenität aus. Offensichtlich entsprechen sie aber bei bundesweiter Betrachtung bislang den Anforderungen der Verarbeiter. Abzuwarten bleibt der DRV zufolge, wie die Ergebnisse bei den noch nicht gedroschenen Partien ausfallen. In weiten Teilen Deutschlands ist die Ernte trotz zahlreicher witterungsbedingter Unterbrechungen abgeschlossen. Allerdings stehen im Norden und Nordosten, in Höhenlagen und Gebieten mit erheblichen Niederschlägen noch nennenswerte Weizen- und Rapspartien auf den Feldern.

Größter Einbruch bei Roggen-
Weizenernte fast wie im Vorjahr

Die Weizenernte wird mit insgesamt 24,3 Mio. Tonnen weitgehend auf Vorjahresniveau gesehen (-0,5 Prozent). Auch wenn die Proteinwerte bislang noch ausreichen, dürfte der Anteil an Futterweizen höher ausfallen als in den vergangenen Jahren. Wintergerste erreicht mit 8,7 Mio. Tonnen nicht ganz den Vorjahreswert von knapp 9,0 Mio. Tonnen. Dem hingegen liegt das Ergebnis der Sommergerste mit gut 1,8 Mio. Tonnen leicht über Vorjahr (+2,1 Prozent). Roggen verliert im Vergleich zu 2016 mit über zwölf Prozent auf knapp 2,8 Mio. Tonnen deutlich. Dies ist neben einer geringeren Anbaufläche (-5,8 Prozent) auch auf den ausgiebigen Regen zurückzuführen. Der ließ die Bestände teilweise zusammenbrechen und führte zum Absinken der Fallzahlen.

Lediglich Körnermais profitierte vom Regen und den teilweise hohen Temperaturen. Hier wird die Ernte gegenwärtig auf 4,3 Mio. Tonnen geschätzt. Dieser Wert liegt knapp sieben Prozent über dem des Vorjahres. Dabei wird das Ergebnis durch die leicht ausgedehnte Anbaufläche gestützt (+3,4 Prozent).

Ölgehalte und Erntemenge von Raps sinkt

Winterraps enttäuscht in vielen Regionen ebenfalls mengenmäßig. Nach einer Vegetationsperiode mit zahlreichen Wetterkapriolen haben nicht zuletzt die Niederschläge der vergangenen Wochen wertvollen Ertrag gekostet. Darüber hinaus liegen die Ölgehalte oftmals unter den Werten des Vorjahres. Insgesamt liegt die Erntemenge mit 4,3 Mio. Tonnen rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Erntefläche ist hingegen nur um 1,2 Prozent auf 1,307 Mio. Hektar gesunken.

Die enttäuschende deutsche Ernte trifft auf einen weiterhin insgesamt gut versorgten Getreidemarkt. Europaweit wird dem DRV zufolge mit einem knapp durchschnittlichen Ergebnis gerechnet. Die weltweiten Bestände sind durch die Rekordernten der letzten Jahre kontinuierlich gestiegen.

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